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Death Valley National Park

Von Dante's View bis Badwater Basin: Einzigartige Erlebnisse im tiefsten Punkt Nordamerikas.
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Das Death Valley in Kalifornien verzaubert durch eine einzigartige Landschaft. Es erstreckt sich über mehr als 13.000 Quadratkilometer und ist damit der größte Nationalpark in den USA außerhalb von Alaska. Zugleich gilt es als der heißeste Ort der Welt im Sommer. Während der Sommermonate klettern die Temperaturen im Tal oft auf über 50 Grad Celsius. Für Besucher, die in dieser Zeit das Death Valley erkunden wollen, ist eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich. Denkt an ausreichend Wasser und Sonnenschutz und plant eure Aktivitäten vorzugsweise in die kühleren Stunden des Morgens und Abends.

Wie sich die Temperaturen während des Jahres verhalten, was die beste Reisezeit ist und wie ihr die Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten kombinieren könnt, erfahrt ihr hier.

Die beste Reisezeit

Um den Death Valley Nationalpark optimal zu erleben, ist die Wahl der Reisezeit entscheidend. Die besten Monate für einen Besuch sind im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst zwischen September und Oktober. Von November bis März herrscht die Hauptreisezeit im Park.

Der Frühling lockt durch seine warmen und sonnigen Tagen, sowie die Möglichkeit der Wildblumenblüte. Diese Blüte erreicht gewöhnlich Ende März ihren Höhepunkt und zieht zahlreiche Besucher an. Außerdem bringen die Osterferien (Spring-Break in den USA) zwischen Mitte März und Ende April viele Besucher in das Death Valley. Campingplätze und Unterkünfte sind in dieser Zeit in der Regel voll ausgelastet, und Reservierungen für diese Saison solltet ihr Monate im Voraus tätigen.

Im Sommer, von Mai bis September, wird das Tal extrem heiß mit Temperaturen, die bis zu 49°C erreichen können. Diese Zeit ist für die meisten Besucher zu intensiv, und Aktivitäten beschränken sich hauptsächlich auf die klimatisierten Autofahrten zu den Hauptsehenswürdigkeiten.

Im Herbst, der Ende Oktober beginnt, herrschen warme, aber angenehme Temperaturen und klarer Himmel. In dieser Zeit ist es relativ wenig los im Park, sodass ihr alles in Ruhe erkunden könnt.

Während des Winters, von Dezember bis Februar, kann es im Death Valley auch mal kalt werden. Januar und Februar gehören zu den feuchtesten Monaten des Jahres, aber auch zu den am wenigsten besuchten. Der Winter bietet jedoch auch seine eigene Schönheit, mit Schnee auf den hohen Gipfeln und einem faszinierenden Lichtspiel.

Badwater Basin
Das glitzernde Salz im Badwater Basin. Bild: climate-data.org

Klima und Wetter

Das Death Valley, insbesondere die Region um Furnace Creek, zeichnet sich durch sein subtropisches, heißes Wüstenklima (Köppen: BWh) aus, das von extrem heißen Sommern und kurzen, warmen Wintern geprägt ist. Die jährlichen Temperaturschwankungen sind erheblich, wie die Klimadaten von Furnace Creek eindrucksvoll belegen. Im Januar beginnen die Durchschnittstemperaturen bei 11,6°C, steigen dann stetig an und erreichen im Juli mit durchschnittlich 38,2°C ihren Höhepunkt, bevor sie zum Jahresende wieder abfallen.

Diese extremen Temperaturbedingungen werden durch die einzigartige geographische und topographische Lage des Tals verstärkt. Das Tal liegt im Regenschatten von vier großen Gebirgsketten, insbesondere der Sierra Nevada und der Panamint Range. Feuchtigkeitstragende Luftmassen, die vom Pazifik ins Landesinnere strömen, müssen über diese Gebirge hinweg, wobei sie Feuchtigkeit verlieren. Bis diese Luftmassen das Death Valley erreichen, bleibt nur wenig Feuchtigkeit übrig, was zu den sehr trockenen Bedingungen beiträgt. Die Luftfeuchtigkeit ist entsprechend niedrig, besonders im Sommer, wenn sie auf 12% bis 15% sinkt.

Die extremen Hitzebedingungen im Death Valley sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Die intensive Sonneneinstrahlung aufgrund der klaren und trockenen Luft, die Fähigkeit der dunklen und spärlich bewachsenen Landfläche, Wärme zu absorbieren, die Falleinstellung von warmer Luft durch die hohen, steilen Talwände, und die zusätzliche Erwärmung durch Luftmassen aus den umliegenden Wüstengebieten.

Klimatabelle und Klimagraph für Furnace Creek im Death Valley

Alle Infos zum Wetter und Klima für Furnace Creek gibt hier in unseren Klimadaten.

Klimatabelle für Furnace Creek, Kalifornien

ø. Temperatur (°C)

Min. Temperatur (°C)

Max. Temperatur (°C)

Niederschlag (mm)

Luftfeuchtigkeit (%)

Regentage (Tg.)

Sonnenstd. (Std.)

Januar

11.6

7.4

16.5

20

37%

3

9.0

Februar

14.4

9.8

19.6

26

33%

3

9.0

März

19.7

14.3

25.4

16

23%

2

10.0

April

23.7

17.9

29.8

8

18%

2

12.0

Mai

29.1

23.2

35

4

15%

1

13.0

Juni

35.1

28.8

40.9

2

12%

1

13.0

Juli

38.2

32.3

43.5

6

14%

2

13.0

August

36.9

30.8

42.3

4

15%

1

12.0

September

32.3

26.2

37.9

5

16%

1

11.0

Oktober

24.4

18.8

29.9

10

23%

2

10.0

November

16.5

11.6

21.6

8

31%

2

9.0

Dezember

10.7

6.8

15.3

16

39%

2

8.0

Klimadiagramm für Furnace Creek

Klimadiagramm für Furnace Creek

Das Wetter und Klima für die einzelnen Monate für Furnace Creek im Detail:

Death Valley im Januar

Death Valley im Februar

Death Valley im März

Death Valley im April

Death Valley im Mai

Death Valley im Juni

Death Valley im Juli

Death Valley im August

Death Valley im September

Death Valley im Oktober

Death Valley im November

Death Valley im Dezember

Ein Tag im Death Valley

Ob mit Übernachtung oder ohne, hier kommt ein möglicher Fahrplan für die Sehenswürdigkeiten im Nationalpark. Wir waren mit dem Auto unterwegs. Wer mit dem Camper fährt, sollte sich über mögliche Einschränkungen informieren, vor allen Dingen in den heißen Sommermonaten.

Wenn ihr von Las Vegas aus startet, führt euch die CA 190 direkt ins Herz des Death Valley.

Der erste Zwischenstopp ist Dante's View. Nach einem 20 minütigen Umweg, bietet dieser Aussichtspunkt einen spektakulären Blick über das gesamte Tal. Es ist zweifellos ein Highlight der Region. Vom Parkplatz aus können die Trittsicheren und Schwindelfreien zum Dante's View Peak Lookout wandern, um die volle Pracht der Aussicht zu genießen.

Als Nächstes solltet ihr am Zabriskie Point halten, einem weiteren faszinierenden Aussichtspunkt. Die dortigen Farben und Formationen der Wüstenlandschaft sind einmalig und bieten einen tiefen Einblick in die einzigartige Geologie des Death Valley.

Zabriskie Point
Blick vom Zabriskie Point in den Golden Canyon. Bild: climate-data.org

Ein absolutes Muss auf eurer Route ist das Badwater Basin, der tiefste Punkt in Nordamerika, der sich 86 Meter unter dem Meeresspiegel befindet. Dieses Wahrzeichen ist bekannt für seine glitzernden Salzpfannen und bietet ein ganz besonderes Naturerlebnis.

Badwater Basin
Die Aussichtsplattform des Badwater Basin mit dem Weg über die Salzwüste. Bild: climate-data.org

Für diejenigen, die Farben und Geologie lieben, ist Artist's Palette ein unverzichtbarer Halt. Auf dem Scenic Drive durch diese Gegend offenbart sich eine überraschende Palette von Farben, dank der mineralhaltigen Gesteine. Vom Parkplatz aus könnt ihr in den Schluchten wandern und auf die Hügel klettern, um die Farbvielfalt genauer zu erkunden.

Artist Palette
Ungewöhnliche Färbung der Felsen entlang des Artist's Drive. Bild: climate-data.org

Ein Zwischenstopp im Visitor Center bietet sich an, um sich über aktuelle Bedingungen im Park und interessante Fakten zu informieren.

Die Mesquite Flat Sand Dunes sind ein weiteres Wahrzeichen des Death Valley. Diese riesigen Sanddünen erstrecken sich über mehrere Quadratkilometer und bieten ein unvergessliches Erlebnis, während ihr durch ihre sanften Hügel wandert.

Nachdem ihr diese Wunder des Death Valley erkundet habt, könnt ihr eure Reise entlang der CA 190 Richtung Westen fortsetzen. Je nach Jahreszeit ist es möglich, in den Yosemite National Park über den Tioga Pass zu fahren. Sollte der Tioga Pass gesperrt sein, besteht die Möglichkeit, die Sierra Nevada südlich zu umfahren und Richtung Bakersfield zu reisen.

Für diejenigen, die das Death Valley lieber in südlicher Richtung verlassen möchten, ist die Fahrt entlang der CA 127 eine gute Option. Ein empfehlenswerter Zwischenstopp auf diesem Roadtrip ist Barstow, ein perfekter Ort, um sich zu entspannen und die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen.

Straße Death Valley
Auf der 190 Richtung Westen. Bild: climate-data.org

Im Death Valley gibt es außerdem noch zahlreiche Wanderwege, aber zwei der bekanntesten sind der Golden Canyon Trail und der Salt Creek Interpretive Trail. Der Golden Canyon Trail ist eine 4,8 Kilometer lange Wanderung durch ein Tal mit beeindruckenden Felsformationen. Der Salt Creek Interpretive Trail ist eine 1,6 Kilometer lange Wanderung durch ein Tal, das von einem Bach durchzogen wird und Heimat von seltenen Fischen ist. Beide Wanderungen bieten eine großartige Möglichkeit, die Landschaft und Natur des Death Valley zu erleben.

Übernachtungsmöglichkeiten

Unabhängig davon, aus welcher Richtung ihr anreist, solltet ihr mindestens zwei Stunden für die Fahrt ins Zentrum des Nationalparks einplanen – und dasselbe gilt für die Rückreise. Angesichts der Vielzahl an sehenswerten Orten im Park habt ihr dann kaum Zeit die beeindruckenden Landschaften wirklich zu genießen. Um das Death Valley in all seiner Pracht ohne Eile zu erleben, empfehlen wir euch, mindestens eine Nacht im Tal zu verbringen. Die Übernachtungsmöglichkeiten in dieser Gegend sind jedoch begrenzt, weshalb eine frühzeitige Buchung unerlässlich ist. Im Nationalpark selbst gibt es nur zwei Übernachtungsoptionen: The Inn und The Ranch. Beide wirken wie eine Oase inmitten der Wüste, sind aber nicht unbedingt als günstig zu bezeichnen. Unter den beiden ist The Ranch die preiswertere Option.

Unsere persönlichen Erfahrungen mit The Ranch waren positiv. Der Pool bietet eine willkommene Abkühlung nach einem langen Tag der Erkundungen. Die Zimmer sind geräumig, ausgestattet mit einem kleinen Kühlschrank und einer Klimaanlage, was in der Hitze des Death Valleys ein wahrer Segen ist. Es gibt einen Kinderspielplatz, einen kleinen Shop und Restaurants. Diese sind allerdings auch sehr teuer und hoch frequentiert. Zudem gibt es keine Grillmöglichkeiten.

The Ranch
Der Eingangsbereich in The Ranch at Death Valley. Bild: climate-data.org

Wer mit dem Camper unterwegs ist, dem empfehlen wir den Texas Springs Campground. Zwischen den Hügeln gelegen, habt ihr einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang.

Special

Ein besonderes Goodie gibt es noch für alle Star Wars Fans: Der Nationalpark diente damals als Kulisse für so einige Filmszenen. Wandert also durch den Golden Canyon auf den Spuren von R2D2 oder erklimmt Dante's View, um Mos Eisley in der Ferne zu erblicken. Möge die Macht mit euch sein! 🙂

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