Beste Reisezeit für die Amalfiküste
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Amalfiküste – Beste Reisezeit und Tipps für eure Reise
Die beste Reisezeit für die Amalfiküste liegt im späten Frühjahr und im frühen Herbst. April bis Juni sowie September und Oktober bieten meist angenehm mildes, sonniges Wetter und deutlich weniger Touristenandrang als die Hochsommermonate. In diesen Zeiten könnt ihr die malerischen Küstenorte Positano, Amalfi und Ravello in Ruhe erkunden und Outdoor-Aktivitäten genießen, ohne in der Hitze oder überfüllten Gassen zu schwitzen. Juli und August sind hingegen die Hochsaison mit Sonnenschein und Badewetter – allerdings müsst ihr dann mit sehr vielen Besuchern und den höchsten Preisen des Jahres rechnen. Wem volle Strände, dichte Verkehrskolonnen und teure Unterkünfte nichts ausmachen, der findet im Hochsommer lebhafte Atmosphäre und alle Strandbars geöffnet. Wer jedoch nicht an die Ferien gebunden ist, für den sind die Monate außerhalb der Sommerferien ideal, da hier das Klima angenehm ist, Unterkünfte und Flüge deutlich günstiger sind und ihr gleichzeitig den Großteil der Touristenmassen vermeidet. Winter (November bis März) gilt als Nebensaison. Ihr trefft auf leere Gassen und die niedrigsten Preise, dafür aber kühleres, unbeständiges Wetter und viele geschlossene Hotels und Restaurants. Insgesamt lässt sich festhalten: Mai, Juni, September und Oktober vereinen warmes Wetter, mäßigen Besucherandrang und moderatere Kosten – die beste Reisezeit also, um die Amalfiküste entspannt zu erleben.
Inhalt
Wetter und Klima an der Amalfiküste
Die Amalfiküste besitzt ein typisch mediterranes Klima. heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Im Hochsommer (Juli, August) klettern die Tageshöchsttemperaturen auf etwa 27 °C – ideal zum Baden an Stränden wie dem Spiaggia Grande in Positano. Nachts bleibt es mit 20 °C angenehm warm. Regen fällt in den Sommermonaten kaum. Im Juli z.B. durchschnittlich nur ca. 18 mm Niederschlag, häufig sind viele Wochen am Stück nahezu regenfrei. Gleichzeitig scheint die Sonne bis zu 12 Stunden täglich (im Juni/Juli) – perfektes Wetter für Bootsfahrten, Café-Besuche im Freien und lange Sommerabende unter freiem Himmel. Im Herbst bleiben die Temperaturen bis Oktober oft über 20 °C, doch ab Mitte Oktober nehmen Schauer und Gewitter zu. Oktober und November bringen die meisten Regentage im Jahr – im November fällt mit rund 200 mm sogar der Spitzenwert an Niederschlag. Diese regenreichere Zeit färbt die Landschaft zwar sattgrün, eignet sich aber eher für Museumsbesuche oder kulinarische Erlebnisse als für Strandtage. Die Wintermonate (Dezember bis Februar) sind an der Amalfiküste gemäßigt. Die Tageshöchstwerte liegen um 10–12 °C, nachts kann es auf 5–8 °C abkühlen. Trotz gelegentlicher Sonnentage bleibt der Winter überwiegend wechselhaft und nass. Durch starke Winterstürme kann es spektakuläre Wellen geben; zeitweise werden sogar Küstenstraßen durch Erdrutsche blockiert. Schnee ist in den Küstenorten selten, allerdings kann es in höheren Lagen (z.B. im Hinterland der Monti Lattari) vereinzelt leichten Schneefall geben. Frühling (März bis Mai) startet oft wechselhaft. Auf warme Sonnentage folgen kurze Regenphasen, insgesamt wird es aber stetig wärmer. Ab April stabilisiert sich das Wetter und bis Mai steigen die Temperaturen auf angenehme 17–20 °C am Tag. Die Frühlingsmonate bringen die üppige Blütezeit an der Küste – Zitronenbäume, Bougainvillea und Wildblumen verwandeln die Landschaft in ein Farbenmeer. Dank der milderen Luft ist jetzt ideales Wanderwetter, bevor die Hitze des Sommers einsetzt. Insgesamt könnt ihr fast ganzjährig die Amalfiküste bereisen, je nachdem was ihr vorhabt. Zum Baden eignen sich am besten Juni bis September, da das Mittelmeer dann bis zu 26 °C erwärmt ist. Für Wanderungen und Sightseeing bieten April–Juni sowie September–Oktober die angenehmsten Bedingungen, während Dezember–Februar eher etwas für Erholungssuchende ist, die mit einem Regenschauer und eingeschränktem Angebot leben können.
Klimatabelle und Klimadiagramm für Amalfi
Alle Infos zum Wetter und Klima für Amalfi gibt hier in unseren Klimadaten von climate-data.org.
| Durchschnittstemperatur °C | Min. Temperatur °C | Max. Temperatur °C | Niederschlag / Regenfall mm | Luftfeuchtigkeit (%) | Regentage (d) | Durchschnittliche Sonnenstunden (Stunden) | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 8.7 | 6.6 | 10.7 | 128 | 75% | 9 | 6.0 |
| Februar | 8.7 | 6.4 | 10.9 | 109 | 73% | 8 | 6.0 |
| März | 10.7 | 8 | 13.2 | 107 | 75% | 8 | 8.0 |
| April | 13.4 | 10.5 | 16 | 94 | 76% | 8 | 9.0 |
| Mai | 17.1 | 13.9 | 19.6 | 62 | 76% | 6 | 11.0 |
| Juni | 21.2 | 17.9 | 23.7 | 30 | 74% | 4 | 12.0 |
| Juli | 23.8 | 20.6 | 26.4 | 18 | 71% | 2 | 12.0 |
| August | 24.3 | 21.2 | 27 | 25 | 70% | 3 | 11.0 |
| September | 20.8 | 18.2 | 23.3 | 91 | 70% | 7 | 10.0 |
| Oktober | 17.5 | 15.1 | 19.9 | 139 | 75% | 8 | 8.0 |
| November | 13.7 | 11.6 | 15.8 | 190 | 75% | 10 | 7.0 |
| Dezember | 10.2 | 8.1 | 12.1 | 150 | 74% | 10 | 6.0 |
Klimadiagramm für Amalfi

Haupt- und Nebensaison – Touristenandrang und Preise im Jahresverlauf
Die Hauptsaison von Juli–August
In den Sommermonaten erlebt die Amalfiküste ihren Besucher-Höhepunkt. Schulferien in ganz Europa und vor allem der italienische Feiertag Ferragosto am 15. August locken unzählige Urlauber an. Die Folge: Die Küstenorte sind sehr voll, Hotels oft ausgebucht und die Küstenstraße SS163 verstopft. Von morgens bis abends pulsiert das Leben – an Stränden liegt man dicht an dicht und bei Restaurants ohne Reservierung müsst ihr mir Wartezeiten rechnen. Auch auf den beliebten Wanderpfaden wie dem „Pfad der Götter“ trefft ihr nun auf viele Gruppen. Gleichzeitig herrscht eine fantastische Stimmung mit Sommerfestivals, Freiluft-Konzerten und Festen in vielen Orten. Beispielsweise findet in Ravello alljährlich das berühmte Musikfestival statt, das über zwei Sommermonate klassische Konzerte vor traumhafter Kulisse bietet. Diese Vorzüge haben allerdings ihren Preis. Unterkünfte und Flüge sind jetzt am teuersten. Viele Hotels verlangen in Juli/August Spitzenpreise. Auch Flüge (z.B. nach Neapel) kosten in den Sommerferien deutlich mehr. Die Hochsaison empfiehlt sich, wenn ihr Strand, Sonne und Events über alles stellt und Menschenmengen euch nicht stören. Wollt ihr zu dieser Zeit reisen, solltet ihr Unterkünfte mindestens sechs Monate im Voraus buchen, da die beliebtesten Hotels schnell ausgebucht sind. Selbst viele Einheimische meiden im Hochsommer das Autofahren auf der Küstenstraße – für Nicht-Anrainer gelten inzwischen sogar Fahrbeschränkungen. An bestimmten Tagen dürft ihr nur mit geraden/ungeraden Nummernschildern die Straße nutzen, um das Verkehrschaos etwas einzudämmen. Rechnet dennoch mit Staus, vollen Bussen und hohen Parkgebühren an den wenigen verfügbaren Parkplätzen. Im Juli und August erlebt ihr die Amalfiküste zwar mit eher mit gutem Wetter und Partystimmung, bezahlt dies aber mit vollen Orten und hohen Kosten.
Zwischensaison (April–Juni & September–Oktober)
Diese Monate gelten als idealer Reisezeitraum für die Amalfiküste. Im Frühjahr erwacht die Küste aus dem Winterschlaf und ab Ostern öffnen die meisten Hotels und Restaurants wieder. Die Temperaturen sind angenehm warm, aber noch nicht drückend heiß, und die Landschaft zeigt sich grün und blühend. Zwischen April und Mitte Juni genießt ihr bereits viel Sonne, könnt wandern oder auf Cafè-Terrassen sitzen – und das ohne Massenandrang. Allerdings solltet ihr die Osterwoche sowie italienische Feiertage wie den 25. April (Nationalfeiertag) und 1. Mai meiden, da dann viele Italiener Kurzurlaube machen und es kurzzeitig voll wird. Nach diesen Feiertagen kehrt im Mai jedoch relative Ruhe ein. Ihr habt die Aussichtspunkte manchmal fast für euch und findet auch spontan noch freie Zimmer. Preise sind in der Vorsaison deutlich moderater – Pauschalreisen mit Flug und Hotel oder auch einzelne Flüge sind zwischen April und Mitte Juni meist spürbar günstiger als im Hochsomme. Viele Anbieter locken in dieser Zeit mit Frühbucherangeboten. Ähnliches gilt für den Herbst. Ab September ebbt der große Touristenstrom etwas ab (obgleich der September noch als Verlängerung der Sommersaison gelten kann und durchaus gut besucht ist). Mitte September, wenn die meisten Familien mit Kinder wieder an die Schulzeit gebunden sind, entspannt sich die Lage in den Ortschaften sichtbar. Jetzt im September/Oktober ist das Meer noch warm vom Sommer, die Temperaturen sind mild bis spätsommerlich, aber ihr habt wieder mehr Platz an Stränden und in Gassen. Zudem sind Unterkünfte wieder besser verfügbar und oft günstiger als im August. Viele Einheimische empfinden den Herbst als die schönste Zeit. das Licht ist goldener, die Hitze vorbei, und man kann den Sonnenuntergang in Ruhe genießen. Dazu kommt die kulinarische Hochsaison der Region. Im Herbst werden lokale Spezialitäten wie frische Trüffel und Kastanien auf den Märkten und in Restaurants angeboten. Insgesamt trefft ihr in der Zwischensaison auf eine gute Balance. Es ist belebt, aber nicht überfüllt, und das Wetter ist ideal für alle Aktivitäten von Sightseeing bis Wandern. Achtet lediglich darauf, rund um Feiertage (neben Ostern z.B. 2. Juni, der italienische Republik-Feiertag) frühzeitig zu reservieren oder diese Daten zu umgehen, da auch dann noch einmal ein Besucherschub kommen kann.
Die Nebensaison von November bis März
Im späten Herbst und Winter kehrt für die Amalfiküste und deren Bewohner eine wohlverdiente Ruhe ein. Ab Anfang November schließen viele kleinere Hotels, Pensionen, Cafés und Strandbetriebe für die Winterpause. In den bekannten Urlaubsorten bleiben nur wenige Unterkünfte und Restaurants ganzjährig geöffnet – meist die größeren Hotels oder solche, die auch Geschäftsreisende beherbergen. Wenn ihr in dieser Zeit kommt, erlebt ihr die Küste aus einer viel authentischeren Perspektive. Die Straßen gehören den Einheimischen, und an den Uferpromenaden hört ihr fast nur Italienisch. Touristen sind jetzt selten, was bedeutet, dass ihr Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale von Amalfi oder die Villengärten in Ravello ohne Gedränge besichtigen könnt. Ein weiterer Vorteil: Preise auf Tiefstand. Viele Hotels, die geöffnet bleiben, bieten Winterrabatte, und auch Flüge (z.B. ab Deutschland nach Neapel) sind jetzt am günstigsten – oft findet man echte Schnäppchen außerhalb der Feiertage. Wenn ihr also ein knappes Budget habt, ist der Winter die beste Reisezeit, um Geld zu sparen. Allerdings müsst ihr einige Abstriche machen. Das Wetter ist unbeständig, Stürme und Regen kommen häufiger vor, und es kann recht kühl sein (Heizung im Hotel ist dann wichtig). Spontane Straßensperrungen wegen Erdrutschen oder stürmischer See (Fähren!) sind möglich. Baden im Meer ist für Frostbeulen nichts – das Wasser hat nur noch um 13–16 °C – doch es gibt auch im Winter klare, sonnige Tage um 15 °C Lufttemperatur, an denen man am Strand spazieren oder auf der Piazza einen Espresso in der Sonne genießen kann. Plant bei Winterreisen flexibel und informiert euch vorab, welche Hotels und Restaurants geöffnet haben. In kleinen Orten kann es sein, dass im Dezember/Januar kaum Gaststätten zur Auswahl stehen. Insgesamt ist die Nebensaison ideal für Ruhe suchende Genießer und Fotografen, die die dramatische Küste auch in wildromantischer Atmosphäre schätzen. Ihr bekommt ein authentisches Gefühl für das lokale Leben – solltet aber Regenjacke und einen flexiblen Plan im Gepäck haben.
Wochentage und Tageszeiten – Es gibt Unterschiede
Nicht nur die Jahreszeit, auch Wochentage und Tageszeiten beeinflussen euer Erlebnis an der Amalfiküste. Generell sind Wochenenden voller als Wochentage. Viele Einheimische aus Neapel oder Rom nutzen Samstage und Sonntage für einen Kurztrip an die Küste, besonders im Frühling und Herbst. Dadurch können z.B. Strände und Promenaden am Wochenende deutlich belebter sein als am Dienstag oder Mittwoch. Wenn es eure Reiseplanung zulässt, besucht beliebte Orte wie Positano oder Capri am besten unter der Woche. Montags bis freitags (außer an Feiertagen) sind die Besucherzahlen etwas geringer, was euch entspannteres Sightseeing ermöglicht. Zudem haben viele Sehenswürdigkeiten durchgehend geöffnet. Beachtet allerdings, dass Einige Museen oder Kirchen haben einen Ruhetag (häufig montags). Informiert euch also vorab über Öffnungszeiten, damit ihr nicht vor verschlossenen Türen steht.
Auch der Tagesverlauf spielt eine Rolle. In der Hochsaison steuern zahlreiche Tagestouristen die Amalfiküste an – sei es mit Reisebussen, Mietwagen oder Kreuzfahrtschiffen (via Hafen Neapel). Diese Tagesgäste sorgen insbesondere zwischen 10 und 17 Uhr für Hochbetrieb an Hotspots. Die Gassen von Amalfi und Positano füllen sich ab späten Vormittag, Parkplätze sind spätestens mittags voll, und an den Aussichtspunkten drängen sich die Besucher. Unser Tipp: Unternehmt so viel wie möglich frühmorgens oder am späten Nachmittag/Abend. Wenn ihr z.B. Positano früh am Morgen erkundet (vor 9 Uhr), erlebt ihr den Ort fast menschenleer – perfekte Gelegenheit für Fotos und einen entspannten Cappuccino mit Blick aufs Meer, bevor der Trubel beginnt. Ähnlich verhält es sich abends. Viele Tagestouristen verlassen die Küste bis zum frühen Abend wieder. Nach 18 Uhr kehrt in Orten wie Amalfi oder Ravello spürbar Ruhe ein. Jetzt könnt ihr durchatmen, den Sonnenuntergang genießen und euch in einem Lokal ein gemütliches Dinner gönnen, während die Lichter der Dörfer zu funkeln beginnen. So manche Gasse, die mittags überfüllt war, gehört spätabends euch allein. Besonders romantisch ist ein Bummel durch die beleuchteten Steinstraßen von Amalfi oder ein Spaziergang an der Uferpromenade von Minori, wenn nur noch das Meer rauscht. In der Nebensaison verlagert sich der Rhythmus etwas. Da es früher dunkel und kühl wird, schließen viele Sehenswürdigkeiten und Geschäfte eher. Im Winter lohnt es sich, morgens und mittags aktiv zu sein – z.B. Wanderungen oder Besichtigungen bei Tageslicht – und den Abend eher gemütlich im Hotel oder Restaurant zu verbringen, da draußen dann wenig los ist. Plant die Hauptattraktionen möglichst für Wochentage und frühe Tageszeiten, dann erlebt ihr die Amalfiküste von ihrer entspannten Seite. Selbst in der Hauptsaison kann ein früh startender Ausflug (etwa die erste Fähre des Tages zu nehmen oder die erste Busverbindung) den Unterschied machen zwischen einem vollen Besucherzentrum und einem nahezu leeren. Früh aufzustehen, lohnt sich hier definitiv!
Praktische Hinweise für einen Besuch der Amalfiküste
- Verkehr & Mobilität: Die einzige Küstenstraße (SS163) ist sehr kurvig, eng, im Sommer überlastet und teilweise nur beschränkt befahrbar. Wir raten euch, auf einen Mietwagen zu verzichten, insbesondere von Juni bis August. Nutzt stattdessen öffentliche Verkehrsmittel (SITA-Busse, Fähren) oder Transfers. Zwischen den wichtigsten Orten verkehren von April bis Oktober regelmäßig Fähren – oft der schnellste und schönste Weg, mit grandiosem Küstenblick vom Wasser aus. Die Parkplätze an der Amalfiküste sind rar und teuer (ca. 5–10 € pro Stunde), und in vielen Ortszentren dürfen nur Anwohner fahren (ZTL-Zonen). Wenn ihr doch selbst fahrt, informiert euch über die wechselnden Kennzeichen-Fahrverbote in der Hochsaison und plant viel Zeit ein. Für kurvige Straßen solltet ihr außerdem fahrgasttauglich sein – motion sickness ist keine Seltenheit. Nehmt Reise-Kaugummis oder Tabletten gegen Übelkeit mit, falls jemand von euch zur Reiseübelkeit neigt.
- Treppen & Kondition: Viele Orte liegen am steilen Hang – tausende Stufen gehören zum Alltag. In Positano beispielsweise müsst ihr nahezu alles zu Fuß über Treppen erreichen. Packt also unbedingt bequemes Schuhwerk ein! Achtet bei der Hotelwahl auf die Lage. Unterkünfte „mit Meerblick“ liegen oft weiter oben am Berg, was mehr Stufen bedeutet. Wer Schwierigkeiten mit dem Laufen hat, sollte lieber zentral im Tal bzw. Meeresnähe buchen oder in Orte wie Maiori/Atrani ausweichen, die flachere Bereiche haben.
- Planung & Buchung: Eine Reise an die Amalfiküste will gut vorbereitet sein, besonders in der Hauptsaison. Unterkünfte solltet ihr für die Monate Juni bis September frühzeitig reservieren – Top-Hotels in Positano oder Amalfi sind oft Monate im Voraus belegt. Gleiches gilt für beliebte Restaurants im Sommer. Ohne Reservierung bekommt ihr z.B. bei Restaurants mit Ausblick in Positano abends nur schwer einen Tisch. Für Museumsbesuche (z.B. in Neapel oder Pompeji auf dem Weg) bucht Tickets am besten online vor, um Warteschlangen zu vermeiden. Informiert euch auch über Fährfahrpläne (die letzte Fähre am Abend etc.), insbesondere außerhalb der Hochsaison, da der Takt im Herbst/Winter ausgedünnt ist. Tipp: In der Nebensaison kann es sinnvoll sein, flexibel ohne strikten Plan zu reisen – schaut euch die Wettervorhersage an und entscheidet spontan, ob ihr an einem sonnigen Tag eine Wanderung macht oder bei Regen lieber die Kathedrale und das Papiermuseum in Amalfi besucht.
- Lokale Eigenheiten: Von Juni bis August spielt sich das Leben wegen der Hitze eher früh und spät ab – Mittagspause (Riposo) wird von einigen Läden zwischen ca. 13–16 Uhr gehalten. Denkt daran, für Kirchen Schultern und Knie zu bedecken – in der imposanten Duomo di Sant’Andrea in Amalfi wird angemessene Kleidung erwartet. Ein leichter Schal im Rucksack kann als Schultertuch dienen. Mit Englisch kommt ihr in Hotels und größeren Restaurants gut durch; ein paar Worte Italienisch (Buongiorno, Grazie, Permesso) werden aber immer geschätzt. Die Amalfiküste gilt als sicher. Achtet dennoch auf die üblichen Vorsichtsmaßnahmen (auf Wertsachen achten, besonders in vollen Bussen und belebten Plätzen). Bleibt auf markierten Wegen – die Steilküste ist empfindlich und es gibt im Sommer immer wieder kleine Buschbrände oder Erosion. Werft keine Zigaretten weg und respektiert die Natur, damit dieses UNESCO-Welterbe erhalten bleibt.
- Lokale Spezialitäten: Nutzt euren Besuch, um die Dinge zu probieren, für die die Amalfiküste berühmt ist! Allen voran die riesigen Zitronen – ihr findet sie überall, von Keramik-Dekor bis zu köstlichen Produkten. Probiert unbedingt den hausgemachten Limoncello, einen Zitronenlikör, der eisgekühlt serviert wird. Auch Zitroneneis, Zitronenkuchen (Delizia al Limone) und andere Süßigkeiten mit Zitrus sind eine Spezialität der Region. Zudem ist die Kampanien-Region bekannt für frischen Mozzarella (z.B. als Caprese-Salat mit Tomaten und Basilikum) und natürlich fangfrische Meeresfrüchte. Restaurant-Tipp: In kleineren Orten essen die Einheimischen gern spät – vor 19 Uhr sind Restaurants oft leer oder noch geschlossen. Ihr könnt euren Tagesrhythmus also gemütlich anpassen. Morgens aktiv sein, nachmittags vielleicht eine Siesta einlegen und dafür abends in aller Ruhe ein mehrgängiges italienisches Dinner genießen.

Top-Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten an der Amalfiküste
Die Amalfiküste bietet eine Fülle an Highlights. Hier eine Übersicht der Top-Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die ihr nicht verpassen solltet.
- Positano: Der wohl bekannteste Ort der Küste beeindruckt mit seinem bunten Häusermeer, das steil den Felsen empor klettert. Enge Gassen und Treppen führen vorbei an Boutiquen und Cafés hinunter zum Spiaggia Grande, dem Hauptstrand. Genießt den Blick von der Kirche Santa Maria Assunta mit ihrer Majolikakuppel über das Meer. Insider-Tipp: Vom Strand aus könnt ihr mit kleinen Booten zum idyllischen Bagni d’Arienzo übersetzen, einer etwas ruhigeren Badebucht. Positano ist besonders abends magisch, wenn die Lichter der terrassierten Häuser leuchten und ihr in einer Strandbar den Tag ausklingen lassen könnt.
- Amalfi (Stadt): Die historische Seerepublik Amalfi gab der Küste ihren Namen. Im Herzen der kleinen Stadt thront die Kathedrale Sant’Andrea aus dem 10. Jahrhundert mit ihrer prachtvollen Treppe und arabisch-normannischen Fassade. Im Inneren bestaunt ihr das Grab des Apostels Andreas und den paradiesischen Kreuzgang (Chiostro del Paradiso). 12 Minuten Fußweg entfernt liegt das Museo della Carta (Papiermuseum) in einer alten Papiermühle – Amalfi war im Mittelalter berühmt für seine Papierherstellung. Spaziert durch die verwinkelten Gassen, probiert eine Zitronen-Granita auf der Piazza und schaut am Abend vielleicht im alten Arsenal der Republik vorbei, das heute ein Museum ist. Vom Hafen Amalfi aus starten viele Bootsausflüge, etwa zur Nachbarinsel Capri oder entlang der Küste.
- Ravello: Hoch über Amalfi (350 m ü.d.M.) liegt Ravello, eine Oase der Ruhe und Kultur. Der Ort ist berühmt für seine Panoramagärten. In der Villa Rufolo und der Villa Cimbrone könnt ihr durch blühende Gartenanlagen flanieren und habt atemberaubende Ausblicke auf das Meer – ein Motiv, das schon Wagner und viele Künstler inspirierte. Auf der Belvedere-Terrasse der Villa Cimbrone (die „Terrasse der Unendlichkeit“) scheint das Meer endlos vor euch zu liegen. Im Sommer findet hier das Ravello Festival statt, bei dem auf einer Bühne hoch über der Klippe Konzerte unter freiem Himmel gegeben werden. Abends, wenn die Tagestouristen weg sind, herrscht in Ravello himmlische Ruhe – perfekt für ein romantisches Dinner mit Aussicht.
- Wandern – Sentiero degli Dei (Götterpfad): Für Wanderfreunde ist der „Pfad der Götter“ ein absolutes Muss. Diese rund 7 km lange Panorama-Wanderung führt euch auf alten Maultierpfaden von Agerola (Ortsteil Bomerano) nach Nocelle (oberhalb von Positano). Unterwegs bieten sich spektakuläre Blicke auf die gesamte Küstenlinie und Capri in der Ferne – an klaren Tagen wahrlich göttlich. Plant ca. 2–3 Stunden Gehzeit ein. In den Sommermonaten solltet ihr unbedingt früh morgens loswandern, da es mittags sehr heiß wird und kaum Schatten vorhanden ist. Allerdings ist dieser Weg im Sommer dank minimaler Regenwahrscheinlichkeit am sichersten und angenehmsten zu begehen. In der Nebensaison achtet auf Wetterberichte, da der Weg bei Regen rutschig sein kann. Vergesst nicht, genug Wasser und Sonnenschutz mitzunehmen. Neben dem Sentiero degli Dei gibt es weitere schöne Routen, z.B. das Valle delle Ferriere (mit Wasserfällen und alter Industrieruine im Wald oberhalb von Amalfi) oder Küstenpfade bei Maiori/Minori.
- Insel Capri: Ein Tagesausflug zur Insel Capri lohnt sich, wenn ihr genug Zeit habt. Vom Hafen Amalfi oder Positano fahren regelmäßig Fähren hinüber (ca. 1 Stunde). Capri erwartet euch mit der berühmten Blauen Grotte (Azurblau leuchtende Meeresgrotte, Einfahrt per Ruderboot), den Faraglioni-Felsen vor der Küste und edlen Boutiquen in Capri-Stadt. Ein Highlight ist die Seilbahnfahrt auf den Monte Solaro (589 m) auf Capri, von dem aus ihr einen Rundumblick über Insel und Festland habt. Tipp: Anacapri, der zweite Ort auf Capri, ist ruhiger und authentischer – hier könnt ihr die Villa San Michele des Schriftstellers Axel Munthe besichtigen. Um Touristenströme zu umgehen, bleibt idealerweise bis zum späten Nachmittag auf Capri, denn viele Tagestouristen treten schon gegen 15–16 Uhr die Rückfahrt an. So erlebt ihr Capri am Abend deutlich entspannter.
- Strände und Baden: Die Amalfiküste hat wenige breite Sandstrände, dafür viele kleine Badebuchten mit Kies oder grobem Sand. Beliebt sind neben Positanos Hauptstrand auch Marina Grande in Amalfi (mit Blick auf die Stadt und den Hafen) und Maiori – letzterer bietet den längsten zusammenhängenden Strand der Küste, ideal für Familien. Abenteuerlicher ist der abgelegene Strand von Furore, in einem Fjord gelegen. Eine Postkartenkulisse mit einer Steinbrücke, wo sich hin und wieder auch Klippenspringer tummeln. Achtung: Gerade im Juli/August sind die zugänglichen Strände morgens schnell gefüllt, teils werden Liegen in den Strandbädern knapp. Plant euren Badetag daher früh oder weicht auf den Spätnachmittag aus, wenn es sich etwas leert. Das Wasser ist im Hochsommer herrlich klar und warm (bis zu 25 °C) – perfekt zum Schnorcheln entlang der Felsküste. Viele Anbieter vor Ort verleihen SUP-Boards, Kajaks oder bieten Bootstouren an, mit denen ihr versteckte Grotten und Strände erreicht.
- Kulturelle Schätze & Städte: Neben den bekannten Küstenorten lohnt ein Abstecher ins Hinterland oder umliegende Städte. Über der Küste thront z.B. das Bergdorf Scala, die älteste Siedlung der Region, mit mittelalterlichen Gassen und Blick auf Ravello. Im Osten der Küste liegt Vietri sul Mare, berühmt für seine bunte Keramik – perfekt für Souvenirjäger auf der Suche nach handbemalten Fliesen oder Zitronen-Keramik. Wenn ihr etwas mehr Zeit habt, lasst euch Pompeji und Herculaneum nicht entgehen. Die antiken Ausgrabungsstätten am Fuß des Vesuv liegen etwa 30–40 km von Amalfi entfernt und sind per Bus oder organisiertem Ausflug erreichbar. Auch Neapel als quirliger Großstadtkontrast oder Paestum mit seinen griechischen Tempeln (südlich von Salerno) bieten sich als Erweiterung eures Reiseprogramms an.

Übernachten: Unterkünfte und Tipps
Die Auswahl an Unterkünften an der Amalfiküste reicht von luxuriösen 5-Sterne-Hotels mit Infinity-Pool bis zu familiären B&Bs in verwinkelten Altstadthäusern. Zur Hochsaison sind viele Unterkünfte teuer und rasch ausgebucht. Überlegt euch also früh, in welchem Ort ihr wohnen möchtet und bucht rechtzeitig. Die bekanntesten Orte Positano, Amalfi und Ravello bieten traumhafte Hotels (teils mit spektakulärer Aussicht), allerdings zahlt ihr hier auch für Lage und Namen. Günstiger wird es in den kleineren Orten wie Minori, Maiori oder Praiano, die etwas weniger Touristen anziehen. Auch Agriturismi im Hinterland oder Ferienwohnungen können eine preiswerte Alternative sein.
Ein Geheimtipp für Preisbewusste ist, außerhalb der Küste zu übernachten: Zum Beispiel in Sorrento oder Salerno. Diese Städte liegen am Rand bzw. unweit der Amalfiküste und haben eine deutlich größere Hotelkapazität. Sorrento (auf der sorrentinischen Halbinsel nordwestlich der Amalfi-Küste) ist ein guter Ausgangspunkt mit vielen Hotels für jedes Budget. Von dort kommt ihr per Fähre oder Bus in kurzer Zeit nach Positano und Amalfi und habt zudem Bahnanschluss nach Pompeji/Neapel. Salerno am östlichen Ende der Küste ist eine lebendige Stadt mit hübscher Uferpromenade. Hier sind die Preise für Übernachtung und Essen deutlich niedriger als in Positano & Co., und es gibt häufig mehr freie Kapazitäten. Von Salerno verkehren im Sommer sehr regelmäßig Fähren entlang der gesamten Amalfiküste, auch Busse starten hier. Viele Reisende wählen daher Salerno als Basis und unternehmen Tagesausflüge an die Küste – so entgeht ihr dem Koffertragen auf Treppen und habt abends eine „echte“ Stadt mit allen Annehmlichkeiten vor der Tür.
Lage & Erreichbarkeit: Achtet bei der Hotelwahl darauf, wie ihr an- und abreist. Einige Unterkünfte in Orten wie Positano oder Amalfi liegen hoch oben und sind nur zu Fuß über lange Treppen erreichbar – nichts für schwere Koffer. Viele Hotels bieten gegen Gebühr einen Gepäckservice vom Hafen oder Parkplatz an. Falls ihr mit dem Auto unterwegs seid, klärt unbedingt, ob eure Unterkunft einen Parkplatz bietet (und zu welchem Preis), da öffentliche Parkplätze rar sind. Ohne Auto könnt ihr euch bei zentral gelegenen Hotels den Transfer leisten. Von Neapel aus bieten zahlreiche Firmen private Shuttle-Transfers zur Küste an, was besonders mit viel Gepäck oder in der Nacht stressfrei ist.
Besondere Unterkünfte: Die Amalfiküste ist bekannt für einige legendäre Hotels – etwa das Le Sirenuse in Positano oder das Hotel Santa Caterina in Amalfi – die jedoch sehr teuer sind. Aber es gibt auch charmante, familiengeführte Bed & Breakfasts, wo ihr in historischen Gemäuern wohnt und morgens Zitronenkuchen serviert bekommt. Für Romantiker sind Übernachtungen in Klöstern interessant: In Ravello gibt es ein ehemaliges Kloster (heute Hotel) mit einmaliger Atmosphäre. Wer nahe an der Natur sein will, findet oberhalb der Küste gelegentlich Agriturismi (Landhöfe) oder Ferienwohnungen umgeben von Zitronengärten. Diese erfordern meist ein eigenes Fahrzeug, belohnen euch aber mit Ruhe und Authentizität.
Zum Schluss noch ein Tipp: Egal wo ihr übernachtet, nehmt euch Zeit, den einzigartigen Charme der Amalfiküste in euch aufzusaugen – sei es beim Frühstück auf einer Terrasse mit Meerblick oder beim abendlichen Spaziergang durch die stillen Gassen eures Dorfes. Jede Ecke dieser Küste bietet magische Momente, wenn man sich auf den Rhythmus des “dolce vita” einlässt!