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Beste Reisezeit für Argentinien

Wann Argentinien am schönsten ist. So plant ihr eure Reise perfekt!

Argentinien: Beste Reisezeit – Wetter, Highlights, Preise und Tipps

Das Land erstreckt sich vom subtropischen Norden bis in subpolare Breiten im Süden, sodass Wetter und Klima je nach Landesteil stark variieren. Allgemein gelten jedoch der südamerikanische Frühling und Herbst – also Oktober/November sowie März/April – für viele Regionen als ideal. Die Temperaturen sind dann angenehm und es herrscht weder Hochsommerhitze noch Winterkälte. Gleichzeitig reist ihr in diesen Übergangszeiten oft mit weniger Touristen und zu günstigeren Preisen als in der Hauptsaison.

Hochsaison herrscht vor allem im Sommer (Dezember bis Februar) sowie während der Winterferien im Juli – dann ist es im ganzen Land am vollsten und teuersten. Die Schulferien finden von Mitte Dezember bis Anfang März statt, was den Besucherandrang in dieser Zeit zusätzlich verstärkt. Im Winter (Juni bis August, außerhalb der Skigebiete) ist dagegen vielerorts Nebensaison mit deutlich weniger Besuchern und niedrigeren Preisen – Juni gilt sogar als der ruhigste Reisemonat des Jahres.

Plant eure Reise also nach euren Interessen. Für Patagonien und Outdoor-Abenteuer bieten sich die warmen Monate an, während etwa Städtetrips oder der Norden auch in der Nebensaison reizvoll sind. Wichtig ist, die riesigen Distanzen in Argentinien zu berücksichtigen und für unterschiedliche Klimazonen entsprechend zu packen – besonders in Patagonien kann das Wetter rasch umschlagen.

Klima und Wetter in Argentinien

Argentinien erstreckt sich über rund 35 Breitengrade – von der tropischen Grenze zu Bolivien und Brasilien bis hinunter nach Feuerland auf dem 56. südlichen Breitengrad. Entsprechend unterschiedlich sind die Klimazonen. Sie reichen von subtropisch im Norden bis subpolar im äußersten Süden. Hier ein Überblick über Wetter und Temperaturen in den wichtigsten Regionen.

Norden (subtropischer Nordosten)

Der Nordosten Argentiniens (Provinzen wie Misiones und Corrientes) hat subtropisch feuchtes Klima mit heißen Temperaturen. In der Regenzeit von November bis März fallen heftige Niederschläge, die Luft bleibt dabei drückend heiß. Besonders in der Region der Iguazú-Wasserfälle kann es im Hochsommer (Dez–Feb) über 30 °C heiß und sehr schwül werden, oft mit täglichen kurzen Regenschauern. Im subtropischen Chaco müsst ihr sogar mit über 35 °C rechnen.

Beste Reisezeit Argentinien Iguazú-Wasserfälle
Iguazú-Wasserfälle. Bild:
Papa Pic
, lizenziert unter CC BY 2.0

Die Wasserfälle führen dann zwar am meisten Wasser und wirken besonders beeindruckend, gleichzeitig ist dies aber auch die Hauptreisezeit für einheimische Urlauber (aus Argentinien und Brasilien), was für volle Parks und höhere Preise sorgt. Angenehmer für Besichtigungen sind die Übergangsmonate März bis Mai sowie September bis November, wenn es warm, aber nicht zu heiß ist und tendenziell weniger regnet. In dieser Zeit bleibt die Wassermenge der Fälle hoch genug für ein beeindruckendes Erlebnis, während die Hitze und Anzahl der Moskitos geringer ausfallen.

Im Winter (Juni–August) kühlt es im Nordosten etwas ab – die Tage sind warm bis angenehm statt drückend heiß, und es fällt weniger Regen. Insgesamt ist der subtropische Norden ganzjährig bereisbar – wer Hitze und Menschenmassen scheut, meidet idealerweise die Hochsommermonate.

Klimatabelle und Klimadiagramm für Posadas in der Provinz Misiones

Alle Infos zum Wetter und Klima für Posadas gibt hier in unseren Klimadaten von climate-data.org.

  Durchschnittstemperatur °C Min. Temperatur °C Max. Temperatur °C Niederschlag / Regenfall mm Luftfeuchtigkeit (%) Regentage (d) Durchschnittliche Sonnenstunden (Stunden)
Januar 26.7 22.8 31.1 150 72% 10 10.0
Februar 26.2 22.5 30.5 145 74% 10 10.0
März 24.9 21.1 29.3 136 74% 9 9.0
April 22 18.5 26.3 171 77% 8 8.0
Mai 17.9 14.8 21.9 154 79% 7 7.0
Juni 16.5 13.5 20.5 132 81% 7 6.0
Juli 15.5 12.1 20.1 121 79% 6 7.0
August 17.5 13.6 22.7 92 74% 6 8.0
September 19.3 15.2 24.5 158 72% 8 8.0
Oktober 22.1 18.2 26.9 225 75% 9 9.0
November 23.5 19.2 28.3 169 72% 8 10.0
Dezember 25.7 21.6 30.3 176 72% 9 10.0

Klimadiagramm für Posadas

Klimadiagramm für Posadas

Nordwest-Anden und Cuyo (trockener Nordwesten)

Der Nordwesten Argentiniens (Region Salta, Jujuy bis hinunter nach Mendoza in Cuyo) ist geprägt von Gebirge und Hochlandklima. Hier herrscht meist trockenes, halbwüstenartiges Wetter mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. In den Andentälern und Hochebenen können die Wintertage mild sein, während es nachts stark abkühlt – Frost ist in höher gelegenen Orten durchaus möglich.

Der Sommer (Dez–Feb) bringt dagegen sehr hohe Temperaturen im Nordwesten, oft über 30 °C, und teils heftige Gewitter und Regenfälle, besonders an den Osthängen der Anden. Die Monate Dezember bis Februar gelten dort als Regenzeit. Für Trekking in den Anden und Touren in entlegene Gebiete ist Hochsommer weniger ideal.

Die beste Reisezeit im Nordwesten ist häufig Frühjahr und Herbst. Im April/Mai bis etwa September bleibt es meist trocken und angenehm warm, ideal zum Wandern und für Sightseeing. Ab Oktober steigen die Temperaturen wieder an.

Wichtig zu wissen: Viele Orte im Nordwesten liegen 2.000 m und höher über dem Meeresspiegel, Pässe sogar über 4.000 m – die Höhenlage erfordert ggf. eine langsame Akklimatisierung.

Die Region Cuyo um Mendoza teilt sich das trockene Andenklima. Hier sind die Sommermonate heiß und sonnig (ideale Bedingungen für Weinreben), die Winter trocken-kühl mit schneebedeckten Andengipfeln im Blick. Im Frühjahr (Sept–Nov) erwachen die Weinberge und es herrschen milde Temperaturen. Besonders Herbst (März–Mai) ist in Mendoza herrlich – während der Weinlese im März finden Feste der „Vendimia“ (Weinernte) statt, und die Weinberge leuchten in goldroten Herbstfarben. Für Weinliebhaber und Anden-Ausflüge bieten diese Monate ideales Wetter: nicht zu heiß, kaum Regen und eine klare Sicht auf den schneebedeckten Aconcagua, den höchsten Berg Amerikas.

Klimatabelle und Klimadiagramm für Mendoza

Alle Infos zum Wetter und Klima für Mendoza gibt hier in unseren Klimadaten von climate-data.org.

  Durchschnittstemperatur °C Min. Temperatur °C Max. Temperatur °C Niederschlag / Regenfall mm Luftfeuchtigkeit (%) Regentage (d) Durchschnittliche Sonnenstunden (Stunden)
Januar 24.8 19 30.3 53 44% 5 12.0
Februar 23.3 18 28.6 52 49% 6 11.0
März 20 15.2 25.1 63 60% 5 9.0
April 15.8 11.2 20.7 44 62% 4 8.0
Mai 11.5 7.3 16.3 33 66% 4 7.0
Juni 8.4 3.6 14.2 23 63% 3 8.0
Juli 7.6 2.6 13.6 21 59% 3 8.0
August 9.9 4.3 16.3 27 55% 3 9.0
September 13.2 7.2 19.7 30 48% 4 9.0
Oktober 17.1 11 23.3 48 46% 5 10.0
November 20.6 14.3 26.7 48 41% 5 11.0
Dezember 23.4 17.4 29.2 50 40% 5 12.0

Klimadiagramm für Mendoza

Klimadiagramm für Mendoza

Zentrales Argentinien (Buenos Aires & Pampa)

Das Zentrum des Landes mit der Hauptstadt Buenos Aires und den weiten Ebenen der Pampa hat ein gemäßigtes Klima. Die Jahreszeiten entsprechen denen in Mitteleuropa – jedoch zeitversetzt, da Südhalbkugel. Der Winter in Buenos Aires kann überraschend kühl werden. Die Temperaturen fallen im Juli/August nachts teils unter 5 °C, tagsüber oft 10–15 °C, gelegentlich begleitet von Wind und Regen. Es gibt zwar fast nie Frost oder Schnee, aber wirklich gemütlich ist der argentinische Winter in BA nicht – dafür ist weniger Touristenandrang und man kann die Zeit gut in Museen, Cafés oder bei Tango-Shows nutzen. Mitte/Ende August findet sogar die Tango-Weltmeisterschaft mit Festival statt, was wiederum Fans aus aller Welt anzieht.

Beste Reisezeit Argentinien Teatro Colón in Buenos Aires
Teatro Colón in Buenos Aires. Bild:
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, lizenziert unter CC BY-SA 2.0

Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten für Buenos Aires. Von September bis November sowie März bis Mai herrschen milde bis warme Temperaturen um 20–25 °C und viele sonnige Tage. Besonders der Oktober/November ist wunderschön – die Stadt blüht auf, z.B. mit violett blühenden Jacarandabäumen im November. Im Herbst (April/Mai) färben sich die Parks bunt und die Hitze des Sommers lässt nach. Zudem finden im November oft Kulturfestivals und Open-Air-Events statt.

Sommer in Buenos Aires (Dez–Feb) ist heiß und schwül. Häufig übersteigen die Tageswerte 30 °C und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Viele Einheimische fliehen dann aus der Stadt – teils fühlt sich BA im Januar etwas leer an, da Ferien sind und manche kleinen Läden oder Restaurants Betriebsferien haben. Für Hitzeunempfindliche hat das aber auch Vorteile. Weniger Stau, kürzere Schlangen an Museen und freie Tische in Restaurants.

Die Stadt feiert im Sommer zahlreiche Open-Air-Events wie Konzerte und Festivals, im Februar gibt es zusätzlich eine große Karnevals-Parade mit vielen Farben und traditionellen Tanzvorführungen. Zudem locken im Sommer die Strandziele am Atlantik. Viele Porteños (Einwohner von BA) fahren z.B. nach Mar del Plata oder andere Badeorte. Diese Küste ist im südamerikanischen Hochsommer am belebtesten. Wer im Sommer in der Stadt bleibt, kann sich mit einem Abstecher ans Meer oder in die kühleren Vororte am Río de la Plata (z.B. das Tigre-Delta) etwas Erholung verschaffen.

Weitere Infos rund um die beste Reisezeit für Buenos Aires findet ihr hier.

Klimatabelle und Klimadiagramm für Buenos Aires

Alle Infos zum Wetter und Klima für Buenos Aires gibt hier in unseren Klimadaten von climate-data.org.

  Durchschnittstemperatur °C Min. Temperatur °C Max. Temperatur °C Niederschlag / Regenfall mm Luftfeuchtigkeit (%) Regentage (d) Durchschnittliche Sonnenstunden (Stunden)
Januar 24.2 20.8 28.1 89 66% 5 11.0
Februar 23.3 20.3 26.9 110 71% 6 10.0
März 21.1 18.2 24.4 101 74% 6 9.0
April 17.8 14.9 21.2 106 74% 7 8.0
Mai 14.2 11.7 17.2 77 78% 5 7.0
Juni 11.4 8.8 14.5 75 79% 6 6.0
Juli 10.5 7.9 13.7 76 78% 5 7.0
August 12.1 9.1 15.7 75 76% 5 7.0
September 13.9 10.8 17.6 82 73% 5 8.0
Oktober 16.9 13.7 20.5 125 73% 8 9.0
November 19.9 16.3 23.9 102 67% 6 11.0
Dezember 22.6 18.9 26.8 94 64% 6 12.0

Klimadiagramm für Buenos Aires

Klimadiagramm für Buenos Aires

Patagonien und Feuerland (Süden)

Der Süden Argentiniens – Patagonien und das Archipel Feuerland – besitzt ein subpolares bis hochalpines Klima, das umso rauer wird, je weiter südlich ihr reist.

Winter (Juni–August): Kälte und Wintersport
Die Wintermonate bringen sehr kalte Temperaturen mit sich. In Bariloche und den Anden-Regionen fällt regelmäßig Schnee. Viele Wanderwege, Hotels und Tourenanbieter pausieren während dieser Zeit, da Straßen und Parks oft unzugänglich sind – selbst die große Ruta 40 ist auf den Hochgebirgs Abschnitten oft gesperrt. In El Calafate erreichen die Temperaturen nachts zweistellige Minusgrade.

Allerdings ist der Juli gleichzeitig Hochsaison für Wintersportler. Skiresorts wie Bariloche, Chapelco oder Las Leñas öffnen zwischen Juni und September ihre Pisten und locken zahlreiche argentinische Urlauber während der Winterferien an (etwa Mitte Juli für rund zwei Wochen).
Jetzt beginnt außerdem die Wal-Saison an der Península Valdés. Ab Juli könnt ihr die ersten Glattwale beobachten.

Frühling (Oktober/November): Erwachen der Natur
Der Frühling bietet sich als ruhigere Alternative zur Hauptsaison an. Die karge Landschaft blüht auf, ihr könnt Jungtiere beobachten und die schneebedeckten Berge bewundern. Jetzt ist die beste Zeit, um Wale aus nächster Nähe zu sehen. Von Juli bis Dezember bleiben die Südkaper an der Küste und im Oktober könnt ihr zusätzlich schon die ersten Magellan-Pinguine beobachten. Sie kommen ab September z.B. nach Punta Tombo und Valdés und bleiben bis März. Allerdings kann das Wetter im Oktober noch wechselhaft und kühl sein, aber im Großen und Ganzen ist es bereits gut für Outdoor-Aktivitäten geeignet (mit entsprechend warmer Kleidung).

Sommer (Dezember–Februar): Hauptsaison und beste Reisezeit
Die Sommermonate gelten als ideale Reisezeit für Patagonien. Bei Temperaturen von 15–20 °C (teilweise höher) herrschen die mildesten Bedingungen des Jahres. Besonders beeindruckend sind die langen Tage: In Ushuaia habt ihr bis zu 17 Stunden Tageslicht, was ausgedehnte Touren und Trekking-Abenteuer ermöglicht. Selbst am südlichsten Zipfel Argentiniens erreichen die Temperaturen milde 10–15 °C.

Dennoch solltet ihr auf die Herausforderungen des patagonischen Sommers vorbereitet sein. Es ist die windigste Zeit des Jahres – warme Luft und die Anden-Orografie sorgen besonders nachmittags für starke Winde. Zudem fallen die Temperaturen nach Sonnenuntergang schnell ab, sodass ihr selbst im Januar eine warme Jacke benötigt. In Ushuaia kann es im Sommer sogar noch frostig werden.

Als Hauptsaison bringt der Sommer aber auch Nachteile mit sich. Beliebte Routen wie das Fitz-Roy-Gebiet El Chaltén sind gut besucht, und die Unterkunftspreise steigen entsprechend. Plant daher eure Reise rechtzeitig und rechnet mit höheren Kosten

Beste Reisezeit Argentinien Teatro Colón in Buenos Aires
El Chaltén ist Ausgangspunkt für Wanderungen in den Nationalparks wie Los Glaciares oder Torres del Paine. Bild:
Jule Lumma
, lizenziert unter CC BY-SA 2.0

Herbst (März/April): Die schönste Zeit
Viele beschreiben den Herbst als schönste Reisezeit in Patagonien. Die Wälder färben sich bunt (besonders die roten Lenga-Südbuchen), die Luft ist klar und es weht weniger Wind als im Hochsommer. Deutlich weniger Touristen sind unterwegs und die Preise beginnen zu fallen. Ab Mitte/Ende April schließen jedoch nach und nach die Saisonbetriebe.

Preise und Besucheraufkommen im Jahresverlauf in Argentinien

Wann ist Argentinien am günstigsten, und wann am vollsten? Hier lohnt ein Blick auf die Haupt- und Nebensaison.

Die argentinische Hochsaison deckt sich mit den Ferienzeiten. Dezember bis Februar (Sommerferien) sowie teilweise der Juli (Winterferien) sind landesweit die Zeiten mit dem größten Touristenaufkommen. Auch der November zählt durch das angenehme Wetter zu den beliebten Monaten, wobei gegen Ende November bereits Vorweihnachtsreiseverkehr einsetzen kann. Laut Analysen sind die Besucherzahlen insbesondere im Januar, Februar, Juli, November und Dezember sehr hoch. Die besucherstärksten Monate überhaupt sind Januar, Juli und Dezember, in denen Inlands- und Auslandstourismus zusammen ihren Höhepunkt erreichen.

Nebensaison mit deutlich weniger Reisenden ist hingegen der südamerikanische Herbst und Spätwinter. Vor allem Mai und Juni gelten als die ruhigsten Monate des Jahres. Aber auch März, April, August, September und Oktober liegen unter dem Besuchermaximum.

Wollt ihr Menschenmassen meiden, sind Mai/Juni ideal – in dieser Zeit habt ihr manche Sehenswürdigkeit fast für euch alleine. Allerdings ist dann, wie beschrieben, das Wetter mancherorts kühler oder Angebote eingeschränkt (gerade in Patagonien).

Preislich spiegeln sich diese Schwankungen ebenfalls wider. In der Hochsaison ziehen die Kosten an. Flüge und Unterkünfte sind rund um Weihnachten/Neujahr sowie im Hochsommer (Jan/Feb) und Mitte Juli am teuersten. Statistiken zeigen, dass Mai die günstigsten Flugpreise bietet, während August deutlich teurer ist. Im Allgemeinen lassen sich im europäischen Frühling/Frühsommer (April–Juni) und Herbst (Sept–Okt) die besten Flugdeals finden. Wer in der argentinischen Nebensaison reist, spart oft Hunderte Euro bei den Flugkosten.

Ähnliches gilt bei Hotels. Während der Sommerferien und über Weihnachten ziehen die Übernachtungspreise an, wohingegen z.B. im Juni und Mai viele Hotels Rabatte anbieten.

Fazit: Nebensaison = niedrige Preise, aber teils kühles Wetter, Hochsaison = bestes Wetter, aber höhere Preise und viel Andrang. Eine gute Strategie ist, die Schultersaison zu nutzen – z.B. im November oder März/April bekommt ihr oft einen Mix aus noch gutem Wetter und bereits moderaten Preisen.

Besucheraufkommen an bestimmten Wochentagen und Tageszeiten

Nicht nur die Jahreszeit, auch Wochentage und Tageszeiten beeinflussen, wie voll es an einer Attraktion wird. Wochenenden sind oft voller als Werktage, da neben internationalen Touristen dann auch viele Einheimische Ausflüge machen. Wenn ihr könnt, besucht z.B. große Museen, berühmte Aussichtspunkte oder Nationalparks lieber unter der Woche, um den größten Ansturm zu vermeiden. Ähnliches gilt für argentinische Feiertage (z.B. Karneval im Feb., Ostern, Unabhängigkeitstag am 9. Juli) – um diese Daten herum sind viele Argentinier im Land unterwegs, was Verkehr und Sehenswürdigkeiten füllt.

Auch die Tageszeit spielt eine Rolle. Der beste Zeitpunkt für den Besuch beliebter Spots ist oft gleich früh morgens zur Öffnung – dann habt ihr die Orte fast für euch, bevor die großen Reisegruppen ankommen. Zum Beispiel empfiehlt es sich, am Iguazú-Nationalpark direkt um 8 Uhr bei Öffnung zu sein, um die Wasserfälle in Ruhe zu genießen, solange es noch leer ist. Alternativ kann auch der späte Nachmittag sinnvoll sein. Ein bis zwei Stunden vor Schließung haben viele Tagesbesucher den Park bereits verlassen, und es kehrt mehr Ruhe ein. Gerade an heißen Tagen vermeidet ihr so auch die Mittagshitze. Wochentage wie Dienstag und Mittwoch sind tendenziell am entspanntesten, und frühmorgens oder spätnachmittags erlebt ihr Argentiniens Highlights oft ohne Gedränge. Diese Faustregel hilft bei allem – vom Anden-Trek bis zum Stadtmuseum.

Gleiches gilt bei der Buchung der Übernachtung. Von Sonntag bis Donnerstag ist es oft günstiger als Freitag und Samstag. Wer also zeitlich flexibel ist, sollte die Wochenenden, vor allem in den größeren Städten, meiden.

Argentiniens schönste Reiseziele

Argentinien bietet unzählige Highlights – von Naturwundern bis Städteerlebnissen. Diese Sehenswürdigkeiten solltet ihr nicht verpassen.

Buenos Aires

Die pulsierende Hauptstadt vereint europäischen Flair mit lateinamerikanischer Lebenslust. Erkundet historische Viertel wie San Telmo (Tango und Antiquitätenmarkt sonntags) und das bunte La Boca mit der Caminito-Gasse. Besucht die Plaza de Mayo mit der Casa Rosada, bestaunt das Teatro Colón (eine der berühmtesten Opernbühnen der Welt) und schlendert durch Palermo mit seinen Parks, Cafés und Street-Art. Abends solltet ihr euch eine Tango-Show oder Milonga nicht entgehen lassen – Buenos Aires ist die Welthauptstadt des Tango!

Beste Reisezeit Argentinien Plaza de Mayo in Buenos Aires
Plaza de Mayo in Buenos Aires. Bild:
Xiquinho Silva
, lizenziert unter CC BY 2.0

Iguazú-Wasserfälle

Dieses Naturwunder an der Grenze zu Brasilien raubt den Atem. Über 270 Wasserfälle stürzen im Iguazú-Nationalpark in die Tiefe. Auf argentinischer Seite kommt ihr auf Stegen hautnah an die Fälle heran (unbedingt zur „Garganta del Diablo“, dem größten Fall, wandern). Macht auch einen Abstecher auf die brasilianische Seite für das Panorama. Plant zwei Tage ein, wenn ihr beide Seiten sehen wollt.

Perito-Moreno-Gletscher

Im Los-Glaciares-Nationalpark (Patagonien) liegt dieser riesige Gletscher, einer der wenigen noch wachsenden. Von El Calafate aus erreicht ihr die spektakulären Aussichtspunkte und Stege gegenüber der 60 m hohen eisblauen Abbruchkante. Mit etwas Glück erlebt ihr live, wie unter lautem Getöse Eisblöcke abbrechen („Kalben“) – besonders im südlichen Sommer passiert das häufig. Für Abenteuerlustige gibt es Gletschertouren, bei denen ihr mit Steigeisen auf dem Eis wandert.

Beste Reisezeit Argentinien Plaza de Mayo in Buenos Aires
Monte Fitz Roy und Cerro Torre im Los-Glaciares-Nationalpark. Bild: Rodrigo Soldon, lizenziert unter CC BY-ND 2.0

El Chaltén & Fitz Roy

Ebenfalls in Patagonien liegt das Dorf El Chaltén. Es gilt als Trekking-Hauptstadt Argentiniens. Von hier führen berühmte Wanderwege wie zur Laguna de los Tres am Fuße des Monte Fitz Roy oder zur Laguna Torre mit Blick auf den Cerro Torre. Die Bergkulisse ist ragt steil vor euch auf – im Sommer kann es allerdings recht voll werden auf den Pfaden. Der Herbst bietet grandiose Farben und weniger Andrang.

Península Valdés

ie Halbinsel an der Atlantikküste (Provinz Chubut) ist ein Paradies für Tierbeobachtungen. Von Juli bis Dezember könnt ihr hier Südliche Glattwale direkt von der Küste oder per Bootstour sichten. Zudem leben auf Valdés ganzjährig Seelöwen und Seeelefanten, und zwischen September und März brüten riesige Kolonien von Magellan-Pinguinen in Punta Tombo. Mit Glück seht ihr im März/April sogar Orcas, die an manchen Stränden jagen. Puerto Madryn ist der Ausgangsort für Touren auf die Halbinsel.

Salta & Jujuy (Nordwesten)

Im kolonial geprägten Nordwesten erwartet euch eine ganz andere Landschaft. Kaktusgesäumte Schluchten, bunte Berge und Hochlandkultur. In Salta lohnt die Altstadt (Kirchen, koloniale Architektur) und eine Seilbahnfahrt auf den Cerro San Bernardo. Von Salta oder Jujuy aus könnt ihr Ausflüge zur Quebrada de Humahuaca (UNESCO-Welterbe) machen – z.B. ins Dorf Purmamarca mit dem berühmten „Cerro de los Siete Colores“ (Berg der 7 Farben). Auch sehenswert sind die schneeweißen Salinas Grandes (Salzseen) und das Weinstädtchen Cafayate mit der umliegenden roten Felslandschaft.

Beste Reisezeit Argentinien Cerro-de-los-Siete-Colores
Cerro de los Siete Colores in Purmamarca. Bild: Tanenhaus, lizenziert unter CC BY 2.0

Mendoza & Weinregion

Am Fuße der Anden liegt Mendoza, Zentrum des argentinischen Weinbaus (besonders bekannt für Malbec-Wein). Unternehmt eine Radtour von Weingut zu Weingut und verkostet lokale Weine mit Andenblick. Das Uco-Tal und Luján de Cuyo bieten viele Bodegas (Weingüter) für Besucher. Für Outdoor-Fans: Von Mendoza starten Anden-Exkursionen, z.B. zum Aconcagua Base Camp oder in Naturparks wie dem Cañon des Río Atuel.

Bariloche & Seenregion

San Carlos de Bariloche in Nordpatagonien liegt malerisch am Nahuel-Huapi-See, umgeben von schneebedeckten Bergen. Die Region erinnert an die Schweiz – es gibt Schokoladenläden, alpine Architektur und traumhafte Bergseen. Highlights: die Panoramastraße „Circuito Chico“ entlang mehrerer Seen, eine Wanderung oder Seilbahnfahrt zum Cerro Campanario (Top-Aussichtspunkt) und der Nationalpark Nahuel Huapi. Im Winter ist Bariloche Argentiniens Skihauptstadt (Cerro Catedral Skigebiet). Im Sommer sind Mountainbiking, Wandern und Kajakfahren beliebt.

Ushuaia & Feuerland

Die südlichste Stadt der Welt liegt am Beagle-Kanal und nennt sich stolz „El Fin del Mundo“ (Ende der Welt). Von Ushuaia kann man den Tierra-del-Fuego-Nationalpark besuchen (wandern entlang der Lapataia-Bucht, Bahnfahrt mit dem „Train to the End of the World“), Bootsausflüge auf dem Kanal unternehmen und Pinguininseln besuchen. Auch das Maritime Museum in einem alten Gefängnis und das Museum „Ende der Welt“ lohnen sich für Geschichtsinteressierte. Im Winter gibt es nördlich der Stadt Skilanglauf und alpines Skivergnügen (Cerro Castor). Von Ushuaia brechen übrigens auch Kreuzfahrten in die Antarktis auf – für einige vielleicht ein zukünftiger Traum!

Tipps zum Übernachten und Unterkünfte

Praktische Tipps rund ums Übernachten in Argentinien – so findet ihr die passende Unterkunft.
Frühzeitig buchen in der Hochsaison:
Zum Andrang und den Preisen haben wir weiter oben ja schon berichtet. Deshalb sei hier nochmal kurz erwähnt, dass frühes Reservieren zu den Spitzenreisezeiten sehr sinnvoll ist und bares Geld sparen kann.

Unterkunftsarten und Budget:
Die Auswahl reicht von Hostels über Mittelklasse-Hotels bis zu Luxusresorts. Preislich muss man je nach Komfort pro Nacht etwa rechnen: Hostel (Bett im Schlafsaal) ab 10–30 €, Standard-Hotel 50–100 €, hochklassige Hotels 100–200 € und aufwärts. In Großstädten wie Buenos Aires oder touristischen Hotspots (Patagonien) liegen die Preise tendenziell höher, während ländliche Gegenden günstiger sind. Neben Hotels sind auch Estancias (landestypische Gäste-Ranches) eine tolle Möglichkeit, das authentische Landleben kennenzulernen – oft inkl. Vollpension und Aktivitäten wie Reiten. Airbnb und Ferienwohnungen gibt es in den Städten ebenfalls zahlreich und oft preiswert, was sich für Familien oder längere Aufenthalte lohnen kann.

Lage & Sicherheit:
Achtet bei der Hotelauswahl auf die Lage. In Städten empfehlen wir, in sicheren, zentralen Vierteln zu wohnen – in Buenos Aires sind z.B. Palermo, Recoleta oder Puerto Madero beliebt und gelten als vergleichsweise sicher. Meidet in BA Unterkünfte weit außerhalb oder in unsicheren Gegenden wie tief in La Boca (tolles Ausflugsviertel am Tag, aber nachts verlassen). Auch in anderen Städten fragt man am besten Locals oder recherchiert, welche Viertel empfehlenswert sind. In ländlichen Regionen ist Sicherheit weniger ein Thema; hier geht es mehr um Nähe zu den Sehenswürdigkeiten. Inside-Park Unterkünfte: Manche Nationalparks bieten Lodges direkt im Park (z.B. das Hotel Gran Meliá in Iguazú). Dort zu übernachten kann teurer sein, hat aber den Vorteil, dass ihr vor allen anderen Besuchern am Morgen bereits vor Ort seid ohne lange Anreise.

Praktische Tipps für euren Urlaub in Argentinien

Jahreszeitenumkehr
Denkt daran, dass auf der Südhalbkugel die Jahreszeiten entgegengesetzt zu Europa verlaufen. Wenn bei uns Winter ist, herrscht in Argentinien Sommer – und umgekehrt. Packt also entsprechend (für Dezember–Februar Sommerkleidung, für Juni–August Jacken ein) und berücksichtigt dies bei eurer Urlaubsplanung.

Große Distanzen
Argentinien ist das achtgrößte Land der Welt – Entfernungen sind gewaltig. Überschätzt nicht, was in eine Reise alles reinpasst. Für die rund 4.300 km von Ushuaia (Südgrenze) nach La Quiaca (Nordgrenze) benötigt ihr mit dem Auto über zwei Tage am Stück. Inlandsflüge sind oft die beste Wahl, um Zeit zu sparen. Alternativ konzentriert euch auf 1–2 Regionen, damit ihr nicht eure ganze Zeit auf den Straßen verbringt.

Reisesicherheit
Argentinien gilt als relativ sicheres Reiseland in Südamerika. In Städten wie Buenos Aires oder Mendoza gibt es wie überall Kleinkriminalität – achtet auf eure Wertsachen und tragt Rucksäcke vorne in vollen Bussen und Metros. Meidet nachts einsame Gegenden (z.B. dunkle Nebenstraßen, Parks) und nehmt Radio-Taxis oder Uber, wenn ihr spät unterwegs seid. Insgesamt könnt ihr euch aber in touristischen Zonen und belebten Vierteln recht sicher fühlen; die Argentinier sind hilfsbereit und die Polizei zeigt Präsenz an Hotspots.

Sprache
Die Landessprache ist Spanisch. Mit Englisch kommt man in Hotels und bei Tour-Anbietern oft durch, doch abseits der Touristenpfade (und selbst in Restaurants oder Taxis der Städte) sprechen viele wenig Englisch. Ein paar Brocken Spanisch öffnen Türen – schon mit Begrüßungen und Dank („Hola, gracias“) oder einfachen Fragen auf Spanisch erntet ihr ein Lächeln. Viele jüngere Argentinier verstehen zudem etwas Englisch, scheuen aber das Sprechen. Versucht es ruhig auf Spanisch, man wird euch gern helfen.

Geld & Währung
Offizielle Währung ist der argentinische Peso (ARS). Aufgrund hoher Inflation und wechselkursbedingter Unterschiede solltet ihr wissen: Bargeld ist in Argentinien wichtig. Kreditkarten werden zwar in Städten viel akzeptiert, aber oft mit Aufpreis oder ungünstigem offiziellen Kurs umgerechnet. US-Dollar in bar könnt ihr meist zum deutlich besseren „Blue Dollar“-Kurs tauschen – entweder in Wechselstuben (informell „Casa de Cambio“) oder oft auch in Hotels/Läden. Es lohnt sich daher, etwas Bargeld (USD oder Euro) mitzunehmen. Achtung: Geldautomaten vor Ort haben oft niedrige Abhebelimits und sehr hohe Gebühren (5–10 € pro Abhebung sind nicht unüblich). Hebt lieber selten größere Beträge ab oder tauscht Bargeld. Immer aktuell informieren, da die Geldlage im Land sich schnell ändern kann.

Strom & Adapter
In Argentinien werden teils andere Steckdosen als in Europa genutzt (meist der Typ I mit schrägen flachen Kontakten). Einige Hotels haben auch Euro-Steckdosen (Typ C) verbaut, aber verlasst euch nicht drauf. Besorgt euch einen Reisestecker-Adapter, damit ihr eure Geräte laden könnt. Die Netzspannung ist 220 V wie in Deutschland, Adapter ohne Spannungswandler genügen also.

Gesundheit
Für die Einreise gibt es keine verpflichtenden, aber empfohlene Impfungen, eine Auslandskrankenversicherung ist jedoch Pflicht – kontrolliert bei der Einreise, ob ihr einen Versicherungsnachweis dabei habt. In den subtropischen Gebieten (z.B. Misiones, Formosa) gibt es vereinzelte Dengue-Fieber-Ausbrüche; nutzt Mückenschutz und schlaft ggf. unterm Netz. Die Höhenlagen im Nordwesten können Reisenden zu schaffen machen – plant dort Puffer für die Akklimatisierung ein (trinkt viel Wasser, meidet Alkohol und geht die ersten Tage körperlich langsam an).

Kulturelle Eigenheiten
Die Argentinier sind ein sehr herzliches Volk – man duzt sich schnell und begrüßt Freunde mit einem Kuss auf die Wange (auch Männer unter Freunden). Beim Essen solltet ihr wissen, dass Abendessen spät eingenommen wird. Vor 20 Uhr sind Restaurants oft leer, die meisten Einheimischen gehen gegen 21–22 Uhr essen. Trinkgeld von 10% ist üblich in Restaurants, wenn der Service nicht bereits inkludiert ist. Und keine Scheu beim Mate-Tee. Wenn man euch den traditionellen Mate anbietet, probiert ihn – das gesellige Teilen des bitteren Tees ist ein wichtiger Teil der Kultur.

Mit dem richtigen Timing werdet ihr die Vielfalt dieses faszinierenden Landes optimal erleben können. Die Planung lohnt sich – Argentinien wird euch begeistern!

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