Hamburg bei schlechtem Wetter
Verlässliche Tipps für Schietwetter
Hamburger Rathaus mit verschneitem Rathausmarkt. Bild: climate-data.org
Hamburgs Wetter kann alles bieten. Regen von der Seite, Wind von vorn und in den Wintermonaten Schnee. Falls dies bei eurem Städtetrip der Fall sein sollte, keine Sorge. Denn es braucht nur ein paar verlässliche Orte, an denen man trocken, warm und beschäftigt bleibt. Ob Hafen, Speicherstadt, Shopping oder Theater – hier sind Ideen, die sich gut für Hamburg bei Regen und schlechtem Wetter eignen.
Inhalt
Rickmer Rickmers: einmal an Bord, bitte
Die Rickmer Rickmers liegt bei den Landungsbrücken und ist ein Museumsschiff mit viel Holz, viel Seefahrt und dem passenden Soundtrack aus knarzenden Planken. An Bord bekommt ihr einen guten Eindruck davon, wie eng und funktional Schiffsalltag früher war. Wer mag, nimmt sich Zeit für Details wie Kajüten, Maschinenräume und Decks – und bietet nebenbei einen soliden Hafenblick, ohne lange draußen herumzustehen.
Internationales Maritimes Museum: Schiffe, Geschichten – und auch was für Kinder

Im Internationalen Maritimen Museum lässt sich problemlos ein halber Tag verbringen, wenn man sich auf Modelle, Karten und maritime Geschichte einlässt. Praktisch für Familien ist die Schatzsuche für Kinder, inklusive Belohnung. Das nimmt Tempo raus, gibt Struktur und sorgt dafür, dass nicht nach 20 Minuten die Frage kommt, ob man jetzt endlich fertig ist.
Speicherstadt: Gewürze, Kaffee, Dungeon

In der Speicherstadt gibt es mehrere Indoor-Stopps, die ihr gut einzeln ansteuern aber auch kombinieren könnt.
Habt ihr euch schon mal gefragt, wo der Pfeffer wächst? Im Gewürzmuseum „Spicy’s“ wird genau das auf unterhaltsame Weise erklärt. Über 50 verschiedene Gewürze könnt ihr dort anfassen, riechen und sogar probieren. Ein Museum für die Sinne – informativ und mit einer Prise Humor.
Gleich um die Ecke dreht sich alles um die Kaffeebohne. Im Kaffeemuseum Burg erfahrt ihr alles – vom Anbau über das Rösten bis zur Zubereitung von Kaffee. Hunderte historische Exponate erzählen, wie Hamburg zur Kaffeestadt wurde. Im Anschluss lädt das hauseigene Café im historischen Ambiente zum Verweilen ein.
Nervenkitzel statt Gemütlichkeit gibt’s im Hamburg Dungeon. Für alle, die Geschichte lieber als Inszenierung mögen – mit Schauspiel, Effekten und Gänsehaut-Garantie erlebt ihr große Brände, Folterkeller und Geistererscheinungen.
Miniatur Wunderland: Planung spart Wartezeit

Das Miniatur Wunderland ist für viele der Pflichttermin – entsprechend voll kann es werden. Am sinnvollsten ist es, Tickets vorher zu kaufen und die Wartezeiten-Prognose anschauen. Vor Ort lohnt es sich, sich genug Zeit zu lassen. Die Highlights liegen in den Details. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann gut daraus ein Suchspiel machen und sogar vor Ort etwas gewinnen.
Westfield Hamburg-Überseequartier: Shopping, Pause und kleiner Geheimtipp

Das Westfield Hamburg-Überseequartier ist ein neues Einkaufszentrum und eignet sich, wenn ihr Laufen, Stöbern und Essen kombinieren wollt. Zusätzlich gibt es hier das Lego Discovery Center.
Geheimtipp: Im hinteren Bereich von Thalia gibt es ein eher ruhiges Café mit Blick auf den Kai und die Elbe.
Besonderes Extra: Elbglow by LOLAS (saisonal) – Elf große beheizte Holzfässer warten als eure private Kuschelhütte mit Käsefondue, Glühwein und Ausblick auf den Hafen.
Chocoversum: Führung mit Verkostung

Was würde an grauen Tagen die Stimmung besser heben als Schokolade? Im Chocoversum, Hamburgs schokoladiger Erlebniswelt, erfahrt ihr in einer 90-minütigen Führung alles über die Reise der Kakaobohne – vom Regenwald bis zur fertigen Tafel. Und es darf genascht werden! Beim Knabbern gerösteter Kakaobohnen, beim Schlürfen flüssiger Schokolade direkt von der Rührmaschine oder beim Kreieren einer eigenen Tafel Schokolade fühlt man sich ein bisschen wie Willy Wonka.
Eine Hafenrundfahrt

Der Hafen ist für Hamburg Arbeit, Logistik und Stadtbild zugleich – und vom Wasser aus seht ihr Vieles besser. In einer überdachten und beheizten Barkasse seht ihr Hamburgs Skyline, die Containerriesen mit Kränen und teilweise auch die Kanäle der Speicherstadt.
Geheimtipp: Prüft vorher, wann die großen Kreuzfahrtschiffe wie z.B. die AIDA in Hamburg liegen. So nah kommt ihr nur, wenn ihr mitfahrt.
Alter Elbtunnel: kostenlos und unkompliziert

Dieser 1911 eröffnete, historische Elbtunnel führt unter der Elbe hindurch und ist für Fußgänger und Radfahrer geöffnet. Über einen Lastenaufzug oder eine nostalgisch gekachelte Treppe kommt ihr zu den zwei 426,5 Meter langen Röhren, die zur anderen Seite führen. Hier erwartet euch im Stadtteil Steinwerder die Aussicht auf den Michel, die Elbphilharmonie und die Landungsbrücken. Ein kurzer, kostenloser Spaziergang durch Hamburgs Geschichte.
Harry Potter Theater: Magie am Großmarkt

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist absolut empfehlenswert für alle Fans der Bücher und Filme. Aber jetzt gilt es schnell zu sein, denn das Stück läuft nur noch bis zum 26. Juli 2026. Durch gekonnte Tricks und surreale Effekte entstehen beeindruckende Bühnenbilder und eine spannende Geschichte. Selbst die Eingangshalle versetzt euch schon in die magische Welt der Schokofrösche und des Butterbiers.
Disneys „König der Löwen“ – Klassiker mit Ohrwurm-Garantie
Das Musical „Der König der Löwen“ läuft schon seit über 20 Jahren in Hamburg. Die Songs von Elton John, gepaart mit kunstvollen Masken und Kostümen begeistern aber immer noch sowohl Erwachsene als auch Kinder. Und schon die Anreise mit der Fähre zum Theaterzelt ist etwas Besonderes.