Beste Reisezeit für London
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Die beste Reisezeit für London
Es gibt nicht die eine perfekte Reisezeit für London – jede Saison hat ihre Vor- und Nachteile. Für angenehmes Wetter und weniger Touristen gelten Frühling (März–Mai) sowie Herbst als Empfehlung. Der Sommer bietet maximales Programm und lange Tage, ist aber teuer und voll. Im Winter spart man sicherlich an Hotelkosten, muss jedoch mit Regen und Kälte rechnen.
In diesem Guide beleuchten wir Wetter und Klima, saisonale Besonderheiten, Kosten sowie Besucherandrang im Jahresverlauf im Detail. Außerdem erwarten euch Tipps, wie ihr Wochentage und Tageszeiten optimal nutzt, was generell vor Ort zu beachten ist, welche Top-Sehenswürdigkeiten ihr nicht verpassen sollten und worauf ihr bei Unterkünften achten könnt.
Inhalt
Wetter und Klima in London
London hat ein gemäßigt-ozeanisches Klima mit milden Sommern und kühlen Wintern. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlichen Höchstwerten um 23–24 °C (Durchschnittstemperatur ca. 18 °C). Im Winter sinken die Temperaturen auf etwa 5 °C im Mittel (Januar ist der kälteste Monat). Extreme Hitze oder Kälte sind selten – der Hitzerekord liegt bei 40,2 °C (Juli 2022) und Schnee fällt im Schnitt an nur wenigen Tagen im Jahr.
Niederschlag ist relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt. Die regenreichste Zeit sind die Monate Oktober bis Februar mit rund 60–70 mm Niederschlag. Allerdings ist das typisch britische Wetter äußerst wechselhaft: selbst im Sommer kann es kühl und regnerisch sein. „Vier Jahreszeiten an einem Tag“ sind keine Seltenheit. Die Tage sind im Juni und Juli am längsten mit durchschnittlich 7-8 Sonnenstunden pro Tag und über 16 Stunden Helligkeit zur Sommersonnenwende, wohingegen im Dezember nur kurze helle Tage zu erwarten sind.
Klimatabelle und Klimadiagramm für London
Alle Infos zum Wetter und Klima für London gibt hier es bei climate-data.org.
| Durchschnittstemperatur °C | Min. Temperatur °C | Max. Temperatur °C | Niederschlag / Regenfall mm | Luftfeuchtigkeit (%) | Regentage (d) | Durchschnittliche Sonnenstunden (Stunden) | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 4.8 | 2.1 | 7.3 | 59 | 86% | 8 | 3.0 |
| Februar | 4.9 | 2 | 7.8 | 50 | 82% | 8 | 4.0 |
| März | 6.7 | 3.1 | 10.3 | 47 | 78% | 8 | 5.0 |
| April | 9.4 | 5.1 | 13.6 | 54 | 74% | 8 | 7.0 |
| Mai | 12.7 | 8.4 | 16.7 | 57 | 73% | 8 | 8.0 |
| Juni | 15.7 | 11.4 | 19.6 | 60 | 72% | 8 | 8.0 |
| Juli | 17.8 | 13.6 | 21.8 | 59 | 70% | 8 | 9.0 |
| August | 17.3 | 13.3 | 21.1 | 65 | 74% | 8 | 8.0 |
| September | 15 | 11.3 | 18.8 | 51 | 77% | 7 | 6.0 |
| Oktober | 11.8 | 8.6 | 14.9 | 60 | 82% | 8 | 5.0 |
| November | 7.8 | 4.9 | 10.4 | 67 | 86% | 8 | 4.0 |
| Dezember | 5.3 | 2.8 | 7.7 | 61 | 86% | 8 | 3.0 |
Klimadiagramm für London

London im Jahresverlauf: Wann ist die Hoch- und Nebensaison?
Die beste Reisezeit für London hängt von einigen Faktoren ab – die Stadt ist grundsätzlich ganzjährig attraktiv. Dennoch gibt es ausgeprägte Haupt- und Nebensaison sowie zahlreiche saisonale Events.
London im Frühling (März–Mai)
Viele Einheimische würden sicherlich den Frühling als ideale Reisezeit empfehlen. Die Parks und Gärten Londons blühen (z.B. Kirschblüten im Greenwich Park), das Wetter wird milder (durchschnittliche Höchstwerte 12–18 °C) und die Touristenmengen sind noch moderat. Hotelpreise beginnen erst ab späten Mai zu steigen, sodass es im Frühjahr preislich günstiger ist als im Sommer. Große Events im Frühling sind der London-MarathonChelsea Flower Show Ende Mai. Besonders der Mai gilt als Geheimtipp: Das Wetter ist schon angenehm, doch die großen Besuchermassen haben noch nicht Einzug gehalten. Zudem zieht es viele Londoner an den langen Mai-Feiertagswochenenden für einen Kurztrip raus aus der Stadt.
London im Sommer (Juni–August)
Der Sommer ist Londons Hochsaison. Die Tage sind lang und (relativ) warm, ideal für Sightseeing bis in die Abendstunden. Im Durchschnitt bleibt es mit 7–8 Regentagen/Monat trockener als im Winter. In dieser Zeit finden zahlreiche Open-Air und Sport-Veranstaltungen statt, z.B. Wimbledon (Ende Juni bis Mitte Juli) und British Summer Time Konzerte im Hyde Park. Ende August zieht der farbenfrohe Notting Hill Carnival Hunderttausende Besucher an. Allerdings geht die Sommerzeit auch mit Nachteilen einher: London ist sehr gut besucht – der Großteil der etwa 20 Millionen jährlichen Touristen kommt in den Sommermonaten. Beliebte Museen und Attraktionen sind dann oft voll, Warteschlangen länger, und Preise für Flüge und Hotels klettern auf Jahreshöchstwerte. Es kann vereinzelt auch sehr heiß werden. Temperaturen über 30 °C sind zwar selten, aber wenn doch, macht sich die fehlende Klimaanlage in vielen alten U-Bahn-Linien und Gebäuden bemerkbar – die Tube kann sich an heißen Tagen wie ein Ofen anfühlen. Durchaus ungewohnt, gerade für Touristen aus den USA. Tipp: Oberirdische U-Bahn-Linien wie District oder Circle Line sind klimatisiert und im Sommer angenehmer. Insgesamt bietet der Sommer gutes Wetter und viele Events, erfordert aber eine frühzeitige Planung um die teuren Preise ein wenig zu mildern. Außerdem solltet ihr tolerant für Menschenmassen sein.

London im Herbst (September–November)
Der frühe Herbst – insbesondere September und der erste Oktoberhälfte – ist eine Übergangs- bzw. Nachsaison in London. Das Wetter ist oft mild, Parks leuchten in den typischen Herbstfarben, und nach dem Ende der Schulferien nimmt der Besucherandrang zunächst ab. Im Oktober und November wird es kühler und regnerischer, aber die Stadt hat weiterhin viel zu bieten: Im Oktober findet z.B. die London Cocktail Week (10 Tage mit Events in Bars der ganzen Stadt) statt. Anfang November wird traditionell Guy Fawkes Night (5. Nov.) mit Feuerwerks-Shows in der ganzen Stadt gefeiert. Mitte November beginnt London bereits, sich in Weihnachtsstimmung zu hüllen – die berühmten Weihnachtslichter in der Oxford Street und Regent Street werden meist in der zweiten Novemberwoche eingeschaltet. Ab Ende November öffnen zahlreiche Weihnachtsmärkte, etwa Winter Wonderland im Hyde Park, Winter by the River (London Bridge City) oder der Leicester Square Weihnachtsmarkt. Preislich sind Herbst und Frühwinter günstiger als der Sommer: September/Oktober liegen oft zwischen Haupt- und Nebensaison, mit etwas moderateren Preisen und mittlerem Besucheraufkommen. November ist dann bereits einer der ruhigeren Monate und gilt als preisgünstige Reisezeit (siehe dazu weiter unten die Preise zu Flügen) – mit Ausnahme der Woche um Halloween und Anfang Dezember, wenn viele Kurzurlauber für das Weihnachtsshopping kommen.
London im Winter (Dezember–Februar)
Dezember in London ist dank Weihnachtsdekoration und Feststimmung sehr atmosphärisch. Von Mitte November bis Jahresende locken Eislaufbahnen (z.B. am Somerset House), Lichtershows in Kew Gardens und festlich geschmückte Kaufhäuser Besucher an. Diese Zeit ist jedoch ebenfalls beliebt, wodurch Shopping-Gegenden wie Oxford Street voll sein können. Weihnachten selbst (25./26. Dezember) ist in London ruhig – viele Geschäfte und sogar der öffentliche Verkehr pausieren an den Feiertagen. Silvester wiederum zieht riesige Menschenmengen zum offiziellen Feuerwerk an der Themse (Tickets erforderlich). Januar und Februar gelten dann als Nebensaison: Die Touristenströme lassen deutlich nach und viele Hotels senken ihre Preise auf Jahrestiefststände. Wer mit kaltem Wetter kein Problem hat, kann jetzt echte Schnäppchen machen – der Januar ist ein Monat mit den besten Angeboten in London (weniger Besucher, günstigere Übernachtungen). Bedenkt aber, dass Januar/Februar die kältesten Zeiten sind: Tageshöchstwerte um 7–8 °C, häufig grauer Himmel und etwa 11 Regentage pro Monat sind zu erwarten. Dennoch hat auch ein Winterbesuch Reize – z.B. gemütliche Abende am Pub-Kamin und weiterhin viele Indoor-Aktivitäten (Museen, Theater). Wichtig ist, warme Kleidung und einen Regenschirm dabeizuhaben.
Reisekosten für London
Saisonale Schwankungen machen sich in London für Kosten (Flug/Hotel) und Besucherandrang deutlich bemerkbar.
Die Hotelpreise erreichen in den Sommermonaten ihren Höhepunkt. Besonders Juni und Juli sind teuer – z.B. liegen die durchschnittlichen Übernachtungskosten im Juni etwa 50 % über denen im Januar. Laut Auswertung von KAYAK kosten Hotels in London im Januar durchschnittlich 290 Euro/Nacht, während Juni mit 445 Euro /Nacht am teuersten ist. Neben der Jahreszeit spielt auch der Wochentag eine Rolle: Übernachtungen am Wochenende sind im Schnitt etwas günstiger als unter der Woche. So ermittelte KAYAK, dass Freitag die niedrigsten Hotelraten bietet, während Mittwoch am teuersten ist (Durchschnittspreise 470 Euro vs. 670 Euro pro Nacht). Fazit: In der Nebensaison (Winter, frühes Frühjahr) und am Wochenende finden sich oft bessere Hoteldeals, während zur Sommer-Hochsaison und an Wochentagen höhere Preise einkalkuliert werden müssen.
Ähnlich wie bei Hotels sind Flüge nach London in der klassischen Hochsaison am teuersten. Besonders Juni bis August verzeichnen hohe Flugtarife – viele Urlauber und Touristen treiben die Nachfrage. Die günstigsten Tarife gibt es hingegen meist in der Nebensaison. Laut einer Analyse von Skyscanner liegen die Durchschnittspreise im November rund 11 % niedriger als der Jahresmittelwert, während Flüge im Juli am teuersten sind (hier lagen die Durchschnittspreise mit ca. 740 Euro pro Rückflug deutlich höher als im Jahresschnitt). Auch Januar ist oft ein eher preiswerter Monat für Flüge nach London. Wer flexibel ist, kann also durch eine Reise im Spätherbst oder Winter Flugkosten sparen. Generell lohnt es sich, Flüge frühzeitig zu buchen (idealerweise mehrere Monate im Voraus), da kurzfristig die Preise stark anziehen können.
Besucheraufkommen über das Jahr
Die Zahl der Touristen in London schwankt erheblich im Jahresverlauf. Die Hochsaison mit den meisten Besuchern ist von Mai bis August. Folglich sind Warteschlangen an Top-Sehenswürdigkeiten dann am längsten, und Preise (für Hotels, Flüge, oft auch Attraktionen) liegen höher. Ebenfalls viel los ist rund um Weihnachten/Neujahr. Deutlich ruhiger wird es in der Nebensaison von November bis März (ausgenommen Feiertage). Januar und Februar sind traditionell die Monate mit den wenigsten Touristen. Auch die Übergangszeiten (April und Oktober) sind vergleichsweise entspannt. Insgesamt solltet ihr für einen besucherarmen und kostengünstigen London-Trip die Monate außerhalb der Schulferien und Sommermonate ins Auge fassen. Rechnet umgekehrt in der Hauptsaison (Sommerferien) mit vollen Museen und ausgebuchten Touren.
Wochentage und Tageszeiten: Wann ist es wo voll?
Nicht nur die Jahreszeit, auch die Wahl des Wochentages und der Tageszeit kann beeinflussen, wie angenehm (oder überlaufen) euer London-Aufenthalt wird. Einige Empfehlungen dazu:
Wochentag vs. Wochenende: Unter der Woche sind viele Attraktionen deutlich weniger besucht als am Wochenende. Von Montag bis Donnerstag fehlen die lokalen Ausflügler und Wochenendtouristen, sodass z.B. Museen und Märkte etwas leerer sind. Wenn möglich, planen Sie Besuche der beliebtesten Sehenswürdigkeiten an Werktagen. Vermeiden Sie insbesondere Samstage in stark frequentierten Orten wie Camden Market, Portobello Road Market oder der Oxford Street, da hier am Wochenende eher mehr los ist. Auch britische Schulferien sollten Sie im Blick haben: Während der Sommerferien (Ende Juli bis Anfang Sept.), der Osterferien sowie kürzerer Halbzeitferien im Februar, Mai und Oktober sind viele Familien unterwegs. Tipp: Reist außerhalb dieser Zeiten oder weicht auf Wochentage aus, um ein entspannteres Erlebnis zu haben.
Tageszeit wählen: Früh aufstehen lohnt sich in London! Wer gleich zur Öffnungszeit am Morgen bei beliebten Sehenswürdigkeiten erscheint, begegnet deutlich weniger Andrang. Viele Reisegruppen und Touristen kommen erst später am Vormittag, sodass die erste Stunde nach Öffnung oft am ruhigsten ist. Ein Beispiel: Öffnet das British Museum um 10 Uhr, so sind zwischen 10 und 11 Uhr die Hallen noch vergleichsweise leer – erst ab späten Vormittag füllt es sich. Ähnliches gilt für den Tower of London (Tipp: direkt um 9 Uhr rein und zuerst zu den Kronjuwelen gehen, bevor sich die Schlange bildet). Auch am späten Nachmittag gegen Ende der Öffnungszeit nehmen die Besucherzahlen teilweise wieder ab – allerdings muss man dann genug Zeit einplanen, um alles zu sehen, bevor geschlossen wird.
Für Museen und Galerien kann man gezielt die Tage mit verlängerten Öffnungszeiten nutzen. Mehrere große Häuser haben ein „Museum Late“ einmal pro Woche: So ist etwa das British Museum freitagabends bis 20:30 Uhr geöffnet, die National Gallery und National Portrait Gallery sogar bis 21 Uhr (jeweils freitags). Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Galerien bis zum Schluss offen bleiben und ggf. Teilbereiche schließen. Bitte prüft immer vorher die aktuellen Öffnungszeiten.
Für Ausflugsziele unter freiem Himmel (z.B. Sky Garden, London Eye oder Aussichtsplattformen) sind die frühen Vormittagsstunden oft optimal: Die Sicht ist dann meist klarer als in der Dämmerung, und die Warteschlangen sind kürzer. Hingegen kann es ab Mittag bis Nachmittag, besonders an Wochenenden, zu Spitzen bei den Besucherzahlen kommen.
Abends bietet London viele Entertainment-Möglichkeiten – Theaterstücke, Musicals, Pubs etc. –, aber klassische Sehenswürdigkeiten haben dann größtenteils geschlossen (Ausnahme: beleuchtete Außenansichten genießen, z.B. Tower Bridge oder Parliament bei Nacht). Nutzen Sie die Abendstunden lieber für einen West End-Besuch, einen Pub-Besuch oder einen Spaziergang entlang der Themse. Die Stadt pulsiert nachts, doch für Sightseeing sind frühe Tageszeiten besser geeignet in Bezug auf Ruhe und Verfügbarkeit.
Allgemeine Hinweise für einen Trip nach London
Zum Abschluss einige generelle Reisetipps, damit Ihr London-Aufenthalt so reibungslos und angenehm wie möglich verläuft:
- ÖPNV nutzen – Oyster Card besorgen: Spart Geld im Bus und Tube (U-Bahn), indem ihr eine Oyster Card oder kontaktlose Kreditkarte nutzt. Einheimische und Touristen fahren damit wesentlich günstiger als mit Einzeltickets (die Oyster gilt für U-Bahn, Bus, DLR, Overground, Tram usw.). Die Karte gibt’s direkt an den Stationen oder vorab online – sie deckelt die täglichen Fahrkosten (Tageslimit), so dass ihr kostengünstig kreuz und quer durch die Stadt kommt.
- Stoßzeiten meiden: Vermeidet nach Möglichkeit den Berufsverkehr in London. Wer zwischen ca. 7–9 Uhr morgens oder 17–19 Uhr abends U-Bahn fährt, erlebt sehr volle Züge und längere Wartezeiten. Plant Tagesetappen so, dass ihr nicht gerade mit den Pendlern unterwegs seid – z.B. mittags oder nach 9:30 Uhr ist die Tube deutlich entspannter. Falls ihr doch in der Rushhour fahren müsst, rechnet Pufferzeit ein.
- Rechtzeitig buchen (Touren, Attraktionen, Restaurants): Viele beliebte Aktivitäten in London sind schnell ausgebucht. Last-Minute-Buchungen können teuer werden oder gar nicht verfügbar sein. Reserviert Unterkünfte, Musicals, Zugtickets zu Harry-Potter-Studios, Shard-Aussichtsplattform etc. möglichst im Voraus, um Enttäuschungen und hohe Preise zu vermeiden. Gleiches gilt für Restaurantbesuche in angesagten Lokalen – insbesondere in der Hochsaison solltet ihr Tische einige Tage vorher reservieren.
- Frühjahr bevorzugen: Wenn ihr zeitlich flexibel seid, plant eure Reise idealerweise für März, April oder Mai. Dann ist das Wetter schon mild und angenehm, ohne dass die Stadt von Touristen überflutet ist. Ihr genießen somit ein gutes Klima und umgeht die Spitzen der Hochsaison im Spätfrühling/Sommer.
- Reisedokumente prüfen: Da Großbritannien nicht mehr Teil der EU ist, achtet frühzeitig auf gültige Reisedokumente. Für Deutsche genügt i.d.R. der Reisepass (Personalausweis wird nicht mehr akzeptiert). Falls ihr ein Visum benötigt, kümmern euch rechtzeitig darum. Stellt außerdem sicher, dass ihr eine Auslandskrankenversicherung und ggf. Impfungen parat habt.
- Kostenlose Attraktionen nutzen: Viele der besten Londoner Sehenswürdigkeiten kosten keinen Eintritt. Nutzt die zahlreichen kostenlosen Museen und Galerien (British Museum, National Gallery, Tate Modern, Natural History Museum u.v.m.). Auch Parks, Märkte und einige historische Kirchen können gratis erkundet werden. So erlebt ihr London auch mit kleinem Budget.
- Etikette auf der Rolltreppe: In London gilt Rechts stehen, links gehen. Bleibt beim Fahren auf Rolltreppen stets auf der rechten Seite stehen, da links Eilige vorbeigehen. Diese einfache Regel wird in der ganzen Stadt eingehalten – als Tourist hinterlässt man einen guten Eindruck, wenn man sie befolgt.
- Trinkgeld: Trinkgelder sind in Großbritannien nicht zwingend erforderlich, werden aber geschätzt. In Restaurants ist oft bereits eine Service Charge (ca. 12,5 %) auf der Rechnung enthalten. Ansonsten sind 10 % Trinkgeld üblich, wenn Sie mit dem Service zufrieden waren. Im Pub hingegen bestellt man an der Theke; dort wird kein Trinkgeld erwartet. Kurz gesagt: Kein Muss, aber bei besonderer Zufriedenheit freuen sich Bedienungen über ein paar Pfund extra.
Top-Sehenswürdigkeiten und Highlights in London
London bietet eine Fülle an berühmten Attraktionen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen zählen unter anderem:
- Buckingham Palace (der königliche Palast mit Wachablösung)
- Tower of London (mittelalterliche Festung mit den Kronjuwelen)
- Houses of Parliament & Big Ben (das Parlament mit der ikonischen Glocke Big Ben)
- British Museum (riesiges Museum der Menschheitsgeschichte, Eintritt frei)
- National Gallery (Kunstmuseum am Trafalgar Square, Eintritt frei)
- Natural History Museum (Naturkundemuseum mit Dinosauriern, Eintritt frei)
- Science Museum (Wissenschaft & Technik, familienfreundlich, Eintritt frei)
- London Eye (Riesenrad am Südufer der Themse mit Aussicht über die Stadt)
- Tower Bridge (die berühmte neogotische Klappbrücke – begehbar mit Glasboden-Skywalk)
- West End (Londons Theater- und Musicalviertel um Leicester Square und Piccadilly Circus)
- Camden Market (trendiger Markt & Szeneviertel mit Streetfood und ausgefallenen Läden)
- Harrods (Luxus-Kaufhaus in Knightsbridge, Touristenattraktion v.a. zur Weihnachtszeit)
Natürlich ist dies nur eine Auswahl – London hat noch weit mehr zu bieten. Kulturell Interessierte können zudem die Churchill War Rooms besuchen (das unterirdische Hauptquartier aus dem 2. Weltkrieg) oder Shakespeare im historischen Globe Theatre erleben. Shopping-Fans zieht es vielleicht in das edle Kaufhaus Liberty London. Für Familien und Freizeit ist ein Besuch im Hyde Park oder Regent’s Park ideal, ggf. mit Bootsfahrt auf dem See oder einem Picknick im Grünen. Technikbegeisterte können das London Transport Museum erkunden, und Fußballfans ein Stadion-Tour (z.B. Wembley).
Zu den typischen London-Erlebnissen zählt auch eine Schifffahrt auf der Themse, etwa vom Westminster Pier zur Tower Bridge oder weiter nach Greenwich. Ebenso beliebt sind die Doppeldecker-Bus-Touren, die an allen wichtigen Attraktionen vorbeiführen (eine normale Linienbusfahrt, z.B. mit der Route #15 oder #11, tut es aber oft genauso als günstige Stadtrundfahrt). Nicht zu vergessen: Ein Pub-Besuch genau wie ein klassischer Afternoon Tea. Abends locken weltberühmte Musicals und Theaterstücke im West End, sowie ein pulsierendes Nachtleben in Vierteln wie Soho und Shoreditch. Kurz gesagt – in London wird es garantiert nicht langweilig.
Tipps zu Übernachtung und Unterkünften
Bei der Wahl der Unterkunft in London spielen Lage und Preis eine große Rolle. Hier einige Tipps fürs Übernachten.
- Früh buchen, besonders zur Hochsaison: Londoner Hotels sind oft Monate im Voraus ausgebucht, vor allem für die Sommermonate oder zu Feiertagen. Bucht eure Übernachtung möglichst frühzeitig, um eine gute Wahl zum vernünftigen Preis zu bekommen. Kurzfristig sind die günstigsten Optionen oft vergriffen, und die verbleibenden Unterkünfte können sehr teuer sein.
- Preiswerte Viertel nutzen: Die Hotelpreise variieren stark nach Lage. Zentral wohnt man zwar am schönsten, aber auch am teuersten – doch es gibt Ausnahmen. Viertel wie Earl’s Court, King’s Cross und Bloomsbury bieten viele budgetfreundliche Hotels. Gerade Bloomsbury ist ein Tipp: Es liegt sehr zentral (nahe West End und Bahnhof St Pancras), ist abends relativ ruhig und hat dennoch etliche preiswerte Unterkünfte. Auch Paddington/Bayswater oder Greenwich können günstiger sein als die absolute City-Lage. Scheuen euch nicht, etwas außerhalb des absoluten Zentrums zu wohnen – solange eine U-Bahn-Station in der Nähe ist, kommt ihr schnell überall hin.
- Unterkünfte mit gutem Preis-Leistung-Verhältnis: Zu den günstigen Hotelketten in London zählen Travelodge, Premier Inn, ibis u.a. – diese bieten oft saubere, einfache Zimmer zu vernünftigen Preisen. In den genannten Vierteln findet ihr viele solcher Hotels. Hostels sind eine Option für Backpacker und junge Leute. Es gibt zahlreiche Hostels z.B. in King’s Cross, Paddington oder im East End. Wer etwas Ausgefallenes sucht, kann nach Bed & Breakfasts oder Gasthäusern (z.B. Pub mit Zimmern) Ausschau halten – hier bekommt man oft einen familiäreren Aufenthalt. Für längere Trips oder Familien sind Ferienwohnungen/Serviced Apartments (etwa über Airbnb oder Booking) eine Überlegung wert, da man sich selbst versorgen kann.
- Wochentage beachten: Wie schon erwähnt, sind Übernachtungen am Wochenende tendenziell günstiger. Geschäftsreisende füllen unter der Woche viele Hotels, besonders im Finanzdistrikt und der City of London, wodurch die Preise dienstags/mittwochs hochgehen. Wenn ihr flexibel seid, plant ruhig einen Freitag- oder Samstagnacht-Aufenthalt ein – laut KAYAK zahlt man freitags im Schnitt weniger als mittwochs. Insgesamt gilt: Preise genau vergleichen und auf Angebote achten (viele Hotels haben z.B. Sparpreise außerhalb der Messezeiten oder Winter-Specials).
- Lage vs. Preis abwägen: Entscheidet was euch wichtiger ist – zentral wohnen oder sparen. Ein Hotel in Zone 1 (z.B. Covent Garden, Westminster) erspart euch viel Fahrzeit, kostet aber deutlich mehr. Etwas außerhalb (Zone 2/3, z.B. in Hackney, Hammersmith oder Wembley) finden sich oft günstigere Zimmer; dank der hervorragenden Verkehrsverbindungen (U-Bahn, Zug, Bus) ist man trotzdem in 20–30 Minuten im Zentrum. Rechnet aber die Fahrkosten und Zeit mit ein. Wer nur ein Wochenende bleibt, ist mit zentraler Lage meist besser bedient; bei längerem Aufenthalt kann man durch eine Unterkunft außerhalb viel Geld sparen, sofern eine schnelle ÖPNV-Anbindung besteht.
London bietet über 1.000 Hotels in allen Kategorien – vom Luxus im Ritz bis zum einfachen Hostelbett. Bewertungen lesen und Karte studieren lohnt sich! Und denkt daran, für die Peak Season unbedingt früh zu reservieren (auch Ferienwohnungen), da sonst die bezahlbaren Optionen schnell vergriffen sind. Genießt euren Aufenthalt in London!